Fck startet heiß in die vorbereitung: lieberknecht will nur eines
500 Fans unter dem
Pfälzer Himmel, 30 Grad plus, und ein Mann, der trotz aller Euphorie die Füße auf dem Boden hält. Der 1. FC Kaiserslautern hat die Saisonvorbereitung eröffnet – und Trainer Torsten Lieberknecht hat genau einen Wunsch: dass seine Mannschaft heil durch die kommenden Wochen kommt.Der erste schultag für profis
Marlon Ritter sieht das lockerer. Für den Kapitän ist der Trainingsauftakt „wie der erste Schultag nach den Ferien“. Der 31-Jährige plaudert mit seinen Teamkollegen, tauscht Urlaubsgeschichten aus, genießt die Routine, die nach Wochen der Unordnung zurückkehrt. Doch hinter der entspannten Fassade steckt eine klare Ansage: Ritter will Vorbild bleiben, nicht nur für die Etablierten, sondern vor allem für die jungen Spieler, die jetzt um ihre Plätze kämpfen.
Die Quintessenz des Tages? Ein rund eineinhalbstündiges Programm im Fritz-Walter-Stadion, bei dem auch Ivan Prtajin wieder mitlief. Der kroatische Stürmer, dessen Achillessehne ihn seit Januar außer Gefecht setzte, drehte unter dem Applaus der Zuschauer seine Runden. Wann er voll einsatzfähig ist, bleibt offen. Genau deshalb treibt Sportdirektor Marcel Klos die Suche nach weiteren Offensivkräften voran.

Neuzugänge, rückkehrer, abgeschriebene
Die Neuen machen sich bemerkbar. Ibrahim Kanaté, Thierry Tazemeta und Yannick Onohiol – drei externe Verpflichtungen, die Lieberknecht mehr Optionen geben sollen. Dazu Paul Joly, der nach seiner Ausleihe fest zurückkehrt. Eine andere Rückkehr dürfte überraschen: Jan Elvedi, ausgeliehen an Greuther Fürth, bekommt bei Lieberknecht eine neue Chance. Der Schweizer Verteidiger stand am Montag mit auf dem Platz.
Wer nicht dabei war: Jannik Mause, Dickson Abiama, Frank Ronstadt und Faride Alidou. Ihre Zukunft liegt woanders. Sie trainieren vorerst beim Regionalliga-Team und sollen sich neue Vereine suchen. Auch Mahir Emreli fehlt noch, ebenso wie Naatan Skyttä – beide haben nach Länderspieleinsätzen länger Urlaub.

Innenverteidigung bleibt der baustelle
Klos hat noch Arbeit vor sich. Der Abgang von Luca Sirch hinterlässt eine Lücke in der Innenverteidigung, die geschlossen werden muss. „Wir haben noch einige Themen auf dem Zettel“, sagt der Sportdirektor. Das klingt nach Bewegung auf dem Transfermarkt, auch wenn konkrete Namen noch fehlen.
Die nächsten Tage werden es zeigen. Am Samstag (12:00 Uhr) testen die Roten Teufel in Salmrohr gegen eine Fanauswahl, am Sonntag (15:00 Uhr) folgt das Derby gegen die TSG Kaiserslautern. Zweitliga-Alltag gegen Achtligisten – ein seltsames Kontrastprogramm. Doch für Lieberknecht zählt nur, dass bis dahin niemand auf der Streckenliste landet.
