Fc homburg kassiert malli-k.o. und bleibt trotz jagd auf rang drei

21 Minuten lang hielt der FC Homburg den Atem an. Dann zerplatzte im Waldstadion mit einem platzierten Schuss von Yunus Malli der Traum vom Sprung aufs Podest. Der frühere Bundesliga-Profi schockte die Grün-Weißen mit dem frühen 0:1, das am Sonntag bis zur letzten Sekunde Bestand hatte.

Trainer Roland Seitz hatte vor Anpfiff noch von einem „engen Match“ gesprochen – die Prognose erwies sich als Understatement. Mainz 05 II zog nach dem Führungstor die Handbremse, Homburg wirkte ideenlos, bis die 74. Minute die Gäste noch einmal aufschreckte. Der Nachschuss rutschte haarscharf am Gehäuse vorbei, die Kurve atmete auf, das Spiel aber nicht.

Chancenwucher ohne lohn – der fch jagt sich selbst

Was folgte, war ein Offensivsturm nach Regie von Seitz: Dreifach-Wechsel, Angriff auf Biegen und Brechen, aber der Ball wollte nicht ins Netz. Statistisch dominierte Homburg mit 61 Prozent Ballbesitz und 14 Torschüssen – effektiv war nur Mainz. Die Gäste konterten die ganze Partie über das eigene Ungestüm der Hausherren aus und schoben sich dank der drei Punkte auf Rang drei vor. Der FCH klebt mit 46 Zählern auf Platz fünz, zwei Punkte hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz.

Die Niederlage schmeckt bitter, weil die Konkurrenz punktet. Während die Lauterer und Elversberger am Wochenende zulegten, versackt Homburg im Heimtabu – erst zwei Siege aus den letzten fünf Partien im Waldstadion. Die Auswärtsbilanz war zuletzt die stärkere Visitenkarte, doch jetzt droht neuerlicher Druck.

Schon samstag in großaspach – saarlandpokal als joker?

Schon samstag in großaspach – saarlandpokal als joker?

Die Revanche soll in der SG Sonnenhof Großaspach folgen, Anpfiff am Samstag um 14.00 Uhr. Dort empfängt Homburg eine Mannschaft, die zuhörig nur zwei Punkte weniger auf dem Konto hat – ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Parallel bietet der Saarlandpokal eine emotionale Nebenbühne: Im Viertelfinale wartet SV Geislautern, ein Amateurklub, der den Pokalsieger des Vorjahres empfängt. Perfekte Chance, Selbstvertrauen zu tanken – wenn die Beine nach der Malli-Demütigung noch zulegen wollen.

Für Seitz steht die Saison an der Schwelle: entweder Anschluss an die Spitze oder Abschied aus dem Aufstiegsrennen. Die Mannschaft hat Qualität, aber Qualität allein reicht nicht, wenn sich Chancen in Luft auflösen. Die nächsten 270 Spielminuten bis zur Länderspielpause werden zeigen, ob Homburg die nötige Rückgrat-Tugend besitzt – oder ob es am Ende nur ein Platz im Mittelfeld der Statistik wird.