Fc bayern: dreesen schimpft – polizei geht zu weit!
Madrid – Der Champions-League-Abend gegen Real war zwar ein Triumph für den FC Bayern, doch die Freude wird getrübt. Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des Münchner Rekordmeisters, hat harsche Kritik an den Sicherheitsbehörden in Madrid geäußert und von „völlig überzogenen Übergriffen“ gegen die mitgereisten Fans gesprochen.
Eskalation am stadion-eingang
Die Vorfälle ereigneten sich bereits beim Einlass ins Estadio Bernabéu. Aufnahmen der Sportsendung „El Desmarque“ zeigen, wie behelmte Polizisten ohne erkennbaren Anlass Fans des FC Bayern abfangen, sie schubsen und in manchen Fällen sogar mit Stöcken bedrohen. Ein Mann erlitt am Kopf eine blutende Wunde – die Ursache ist unklar.
„Dieses Vorgehen gegen unsere friedlich verlaufenden Anhänger ist nicht nachvollziehbar und in keiner Weise akzeptabel“, betonte Dreesen in einer offiziellen Stellungnahme des Klubs. Es sei nicht hinnehmbar, dass solches Verhalten von Polizeibeamten bei Auswärtsspielen in Europa mittlerweile zur Normalität gehört. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache und werfen ernsthafte Fragen nach dem Umgang mit Fans auf.

Schon in paris gab es probleme
Die aktuelle Situation ist kein Einzelfall. Bereits im November gab es bei der Auswärtspartie gegen Paris Saint-Germain ähnliche Probleme. Die Pariser Polizeipräfektur hatte kurzfristig angeordnet, dass die Busse mit Bayern-Fans außerhalb der Stadtgrenzen an einer Raststätte warten mussten – ohne jegliche Versorgungsmöglichkeiten oder sanitäre Anlagen. Der FC Bayern hatte daraufhin rechtliche Schritte eingeleitet und die Maßnahme als „beispiellos“ und „ungeheuerlich“ kritisiert.
Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wie wird die UEFA auf diese Vorfälle reagieren? Und wie kann sichergestellt werden, dass sich solche Szenarien in Zukunft nicht wiederholen? Der FC Bayern hat signalisiert, die Angelegenheit weiter zu verfolgen und fordert eine unabhängige Untersuchung des Polizeiverhaltens in Madrid. Die europäische Fußballfamilie muss jetzt handeln, um die Sicherheit und das Ansehen der Fans zu schützen.
