Fc basel reist mit verletzungssorgen nach st.gallen

Zwei Siege, ein bisschen Aufwind – und jetzt das. Ausgerechnet vor dem wohl schwierigsten Auswärtsspiel der Rückrunde muss Stephan Lichtsteiner tief in die Trickkiste greifen, weil ihm schlicht die Spieler fehlen. Der FC Basel reist am Sonntag zum FC St.Gallen – und tut das mit einer Personaldecke, die eher an ein Notfallaufgebot erinnert.

Tsunemoto, shaqiri, daniliuc: lichtsteiner zählt die ausfälle

Die Lage ist eng. Flavius Daniliuc fehlt weiterhin. Keigo Tsunemoto und Xherdan Shaqiri mussten beim letzten Spiel gegen GC verletzt vom Platz. Und Koba Koindredi setzt seine Sperre ab. Vier Namen, die nicht spielen können. Vier Lücken, die Lichtsteiner irgendwie stopfen muss.

Der ehemalige Nati-Captain steht damit vor einem Puzzlespiel, das er sich in dieser Woche sicher anders vorgestellt hatte. Die jüngsten Siege gegen Lausanne und zuhause haben zwar Selbstvertrauen gegeben – aber eben auch gezeigt, dass die Leistungen noch längst nicht konstant überzeugend waren. Gegen einen FC St.Gallen in Bestbesetzung und auf eigenem Rasen wird das nicht reichen.

Das trauma aus dem cup sitzt noch tief

Das trauma aus dem cup sitzt noch tief

Es gibt noch einen anderen Schatten über dieser Partie. Vor gut einem Monat waren die Bebbi bereits in der Ostschweiz – im Cup-Viertelfinal. Was dort passierte, will man in Basel lieber vergessen: kurz vor Schluss die letzten Titelträume begraben, dramatisch, schmerzhaft, endgültig. Jetzt also zurück nach St.Gallen. Gleicher Ort, anderer Wettbewerb, aber dieselbe unangenehme Erinnerung im Gepäck.

Sportlich geht es um viel. Mit einem Sieg könnte der FC Basel den Rückstand auf die Espen auf zwei Punkte verkürzen. Das klingt nach Aufholjagd, nach Spannung, nach einem Spiel, das die Tabelle durcheinanderbringt. Nur: Lichtsteiner braucht dafür Spieler, die er gerade nicht hat.

Manchmal entscheiden nicht Taktik oder Moral über Fußballspiele. Manchmal entscheidet schlicht, wer auf dem Platz stehen kann. Am Sonntag könnte das der entscheidende Unterschied sein.