Fc augsburg zieht 5-millionen-option für ribeiro – und plant schon den nächsten deal
Rodrigo Ribeiro traf zweimal, wirkte in jedem Spiel wie ein Zündhaken – und ist trotzdem nur auf Vorrat gekauft. Der FC Augsburg will die 5-Millionen-Kaufoption für die Sporting-Leihgabe ziehen, aber nicht, um den Stürmer länger zu halten, sondern um ihn teurer zu verkaufen.
Gregoritsch liefert, ribeiro glänzt – augsburg dreht den spieß um
Michael Gregoritsch rettete Österreich die WM-Teilnahme, schoss gegen Ghana ein Tor und eine Vorlage – und bekommt beim FCA trotzdem keen neues Angebot auf den Tisch. Die Frist läuft, die Verhandlung ruht. „Weder der Spieler noch der Verein verspüren Dringlichkeit“, heißt es intern. Die Botschaft: Erst mal schauen, ob der Länderspiel-Blitz noch ein paar Punkte rettet.
Ribeiro dagegen ist schon ein Kandidat für die Auslage-Fond-Strategie, die Augsburg seit Jahren fährt. Junger Spieler, niedrige Ablöse, hohe Weiterentwicklung, nächster Coup. Trainer Manuel Baum schwärmt: „Technisch überragend, geht auch tief, ein Neuner, wie man ihn sich malt.“ Sportdirektor Benni Weber ergänzt: „Offen, lernwillig – perfektes Rohmaterial.“

5 Millionen sind nur die eintrittskarte – der clou kommt danach
Die Ablöse an Sporting fixiert, der Verlangen lang. Der Plan: Ein Jahr Bundesliga-Einsatz, Tore gegen Top-Verteidiger, dann 15 Millionen plus X auf dem Markt. Ein Beispiel? Ricardo Pepi zog 2022 für 9,3 Millionen nach Eindhoven – nach einem halben Jahr Bundesliga-Präsenz. Ribeiro ist jünger, portugiesisch, und gerade erst 20.
Die Rechnung geht auf, wenn der Klub wieder in der oberen Tabellenhälfte landet. Drei Punkte gegen Köln, zwei gegen St. Pauli – direkt aus dem Keller raus. Die Fangemeinde feiert den Stürmerdoppelpack, der Vorstand feiert still die mögliche Rendite.
Gregoritsch könnte indes der Verlierer des Schnäppchens werden. Drei Tore in zwei Keller-Spielen reichen offenbar nicht, um die Million-Ablöse aus Bröndby zu rechtfertigen. Die Leitung wartet ab – und riskiert, dass der Angreifer im Sommer ablösefrei wegläuft.
Am Ende steht eine simple Gleichung: Wer jetzt zulegt, legt die Grundlage für den nächsten Transfer-Coup. Und wer wartet, wartet vielleicht vergeblich. Der FC Augsburg hat sich längst entschieden – nur die Offiziellen halten noch die Frist.
