Fanny smith verpasst podestkür: vierte wird zur bitteren zahl
Fanny Smith ist auf der Zielgeraden noch einmal abhandengekommen. Die 31-Jährige rutschte im Finale von Montafon vom zweiten auf den vierten Rang, und mit dem letzten Rennen des Winters verpasste sie auch die Gesamtrechnung: Rang vier. Kein einziges Mal stand sie diesen Winter auf dem Podest.
Sandra näslund lässt die konkurrenz alt aussehen
Die Schwedin feierte ihren zwölften Sieg im zwölften Rennen, ein Rundumschlag, der die Vorgaben der FIS ad absurdum führt. Marielle Berger Sabbatel, die nach der Saison aufhört, fuhr noch einmal Silber, Bronze ging an Daniela Maier. Smith hingegen musste nach dem Last-Corner-Sturz von Berger Sabbatel die Bremse ziehen und wurde nach hinten durchgereicht – ein Déjà-vu aus der Vorsaison.
Isabelle Zippert rettete zumindest ein Stück Schweizer Stolz. Die 24-Jährige wurde Fünfte, bestätigte damit ihre Bestmarke aus Idre Fjäll und bewies, dass das Nachwuchsprogramm «SkiCross 26» nicht nur Powerpoint ist. «Ich bin heute einfach nur glücklich, dass ich meine Linie durchgezogen habe», sagte sie mit zitternder Stimme, während Smith hinter ihr nur noch den Schnee abschüttelte.

Männer ohne durchbruch – und zwei karriereenden
Alex Fiva, Tobias Baur und Jonas Lenherr schafften das Viertelfinale, mehr war nicht drin. Für Lenherr war es das letzte Rennen überhaupt. Der 30-Jährige hatte am Montag seinen Rücktritt angekündigt, verabschiedete sich mit einem Handschlag im Zielraum – und mit der Erkenntnis, dass die Schweizer Männer seit 2019 kein Weltcup-Rennen mehr gewonnen haben. Auch Romain Détraz verabschiedete sich, allerdings schon eine Runde früher. «Es reicht nicht mehr», sagte er knapp, schob sich den Helm über die Augen und verschwand Richtung Parkplatz.
Die Bilanz des Winters: Kein Podestplatz, kein Sieg, nur zwei Top-Ten bei den Frauen. Der Schweizer Skicross schlittert in die Sommerpause – und muss sich fragen, ob der vierte Rang wirklich das neue Maximum ist.
