Fanny smith beendet turbulentes saisonfinale mit sturz und umbruch
Skicross-Legende Fanny Smith flog in Schweden auf die Bretter, verpasste das Podium und landete trotzdem mit einem Lächeln: Ihr Körper hielt durch, das Team steht vor einem Neuanfang.
Materialzoff und negativ-loch stoppen podest-traum
Am ersten Tag fand ihr Servicemann nicht die richtige Wachs-Mixtur, am zweiten Tag fand Smith selbst ein sogenanntes „Negativ-Loch“. Das Loch wuchtete die Waadtländerin aus der Linie, katapultierte sie in die Luft und kostete sichere Top-3-Punkte. „Bye bye Podium. Aber das ist eben Teil des Sports“, kommentierte die Rekordweltcup-Siegerin lapidar auf Instagram – und schickte sofort ein Foto von ihrem gesträubten Grinsen hinterher.
Die 31-Jährige zieht dennoch ein durchweg positives Fazit: Nach Monaten mit Knie- und Rückenproblemen überstand sie alle 16 Saisonrennen ohne gravierende Blessur. „Das Positive ist, dass ich die Saison in einem Stück beende“, betont Smith. Für sie zählt in erster Linie die Gesundheit, nicht die Trophäe.

Schweizer team verliert drei leitfiguren auf einen schlag
Während Smith in die Zukunfen blickt, verabschieden sich drei Konstanten des Schweizer Skicross-Zirkus. Romain Detraz und Jonas Lenherr legen die Karriere an den Nagel, Cheftrainer Enrico Vetsch wechselt in ein anderes Projekt. Smith würdigte die Trio-Abreise in einer emotionalen Story: „Aussergewöhnliche Menschen, die dem Weltcup fehlen werden.“ Für die kommende Vorbereitung fehlen nun Erfahrungswerte, die das Team jahrelang stabilisierten.
Die Logistik nach dem Rennen spielte verrückt: Drei Anschlussflüge, mehrere Verspätungen, eine unplanmäßige Kopenhagener Nacht. Smith dokumentierte die Heim-Odyssee in Echtzeit – und bewies einmal mehr, dass Profi-Sportler nicht nur auf der Piste, sondern auch zwischen Flughafen-Gates Hochleistung bringen müssen.
Kurz vor dem Sommer-Training kündigte die Schweizerin einen ausführlichen Saisonrückblick an. Die Fans dürfen sich auf Zahlen, Analysen und vermutlich wieder ein paar ehrliche Worte freuen. Bis dahin heißt es für Smith: Erst mal abschalten, dann wieder Gas geben.
