Wolffs herz schlägt für formel 1 und kart-nachwuchs
Cremona – Toto Wolff, der Teamchef von Mercedes in der Formel 1, teilt seine Zeit zwischen den prestigeträchtigen Rennstrecken und den ambitionierten Kartbahnen Italiens. Während er im Paddock für die Strategie und den Erfolg des Silberpfeils verantwortlich ist, fiebert er als stolzer Vater von Jack mit bei dessen Kartrennen – und das mit deutlich gesteigerten Pulsfrequenzen, wie er selbst verrät.

Ein vaterherz im motorsport-zentrum
Die WSK Euro Series in Cremona sind für Wolff gerade von besonderer Bedeutung. Nicht nur, weil er hier als Teamchef der Mercedes Formel 1-Truppe arbeitet, sondern vor allem, weil sein Sohn Jack in der Mini U10-Klasse um den Titel kämpft. „Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und in den Boxen Pizza zu essen“, gesteht Wolff, während er seine Nervosität und Begeisterung als Papa kaum verbergen kann. Die Atmosphäre ist geladen, die Konkurrenz groß, und Wolff ist mittendrin.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle: Während er im GP-Paddock einen Puls von 90 bis 95 Schlägen pro Minute hat, schnellt sein Puls bei den Kartrennen auf beeindruckende 150 bis 155. „Es ist unglaublich“, so Wolff. „Als wir wussten, dass Jack Rennen fahren will, waren Susie und ich nicht begeistert. Es ist ein gefährlicher und zeitintensiver Sport, aber seine Glückseligkeit hat Priorität.“
Die Balance zwischen Formel 1 und Kart-Nachwuchs Der Moment, als Kimi Antonelli während eines Rennens einen Wheel-Shield-Defekt erlitt, ließ Wolffs Herz höherschlagen. „Ich hatte das Herz in zwei Teile geteilt. Im Motorsport geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Zuverlässigkeit. Wir hatten in diesem Jahr bereits drei technische Probleme, das ist zu viel.“
Die Verbindung zwischen der Formel 1 und dem Kart-Nachwuchs sieht Wolff als essenziell. „Hier entsteht die Leidenschaft. Rund 280 Fahrer aus über 50 Nationen träumen von der großen Bühne“, erklärt er. Das zeigt, wie wichtig es ist, junge Talente zu fördern und ihnen die Chance zu geben, sich zu beweisen.
Besonders erfreulich ist für Jack die enge Freundschaft zu Kimi Antonelli, der er seit fünf Jahren bewundert und von dem er tatkräftige Unterstützung erhält. „Sie kennen sich schon lange und Kimi ist eine große Inspiration für Jack“, so Wolff.
Wolff sieht in Antonellis Aufstieg zum potenziellen Weltmeister eine Bestätigung der richtigen Entscheidung, auf ihn zu setzen. „Wir wussten, dass er Zeit und Raum braucht, um sich anzupassen. Er hat in seiner zweiten Saison eine unglaubliche Entwicklung gezeigt und übertrifft unsere Erwartungen. Aber er darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.“
Die Förderung junger Talente ist für Mercedes ein wichtiger Bestandteil der Strategie. Auch Niccolò Perico, ein weiterer italienischer Nachwuchsfahrer, befindet sich im Förderprogramm. „Er ist wie ein großer Bruder für Jack. Wir sind beeindruckt von seinem Potenzial und seiner Einstellung.“
Lewis Hamiltons Aufstieg in der Meisterschaft mag überraschen, aber für Wolff ist es kein Wunder. „Er ist ein großartiger Champion und hatte einfach das richtige Auto benötigt. Nun kann er um den Sieg kämpfen.“
Die Geschichte von Jack Wolff und Kimi Antonelli ist ein Spiegelbild des Motorsports: Leidenschaft, Talent und die unerschütterliche Unterstützung von Familien und Teams. Ein Zusammenspiel, das junge Fahrer auf ihrem Weg zum Erfolg begleitet – und Toto Wolffs Herz höherschlagen lässt.