Serena williams: wimbledon-comeback mit tochter-anstoß?

Berlin – Ein Lächeln und ein Augenzwinkern: Serena Williams, die Tennis-Legende, deutet an, dass ihre Rückkehr auf den heiligen Rasen von Wimbledon möglicherweise noch nicht endgültig besiegelt ist. Während sie sich bereits über die Wildcard für das Doppel mit ihrer Schwester Venus äußert, schwebt die Frage nach einer Einzelteilnahme weiterhin im Raum – und das, nachdem sie in Berlin bereits in der ersten Runde scheiterte.

Olympia williams: die kleine strategin

Olympia williams: die kleine strategin

Die Idee zum Doppel-Comeback kam überraschend nicht von Serena selbst, sondern von ihrer Tochter Olympia. „Meine Tochter hat mir gesagt, ich solle in Wimbledon mit Venus spielen“, enthüllte Williams. Ihre Tochter, so scheint es, ist eine ernsthafte und weise Beraterin. „Sie ist sehr ernsthaft und weise, also habe ich gesagt: ‚Okay, Olympia, schauen wir mal, ob wir das hinbekommen.’“ Ein Statement, das mehr als nur Hoffnung auf ein Wimbledon-Märchen weckt.

Doch die Einzel-Frage ist kniffliger. Nach dem Gewinn der Wildcard für das Doppel im Berliner Tennis Open äußerte sich Williams zunächst ausweichend – ein leicht belustigtes „Oh mein Gott, es gibt noch eine?“ und ein fragender Blick an den Journalisten. Die Melancholie des verlorenen Matches in Berlin, wo sie mit Karolina Muchova gegen Olmos und Routliffe in zwei Sätzen unterlag, mag eine Rolle spielen. 4:6, 4:6 – eine klare Niederlage, die Zweifel aufkommen lässt.

Vor ihrem Auftritt im Queen’s Club hatte Williams noch deutlich gemacht, dass sie sich im Einzel noch mehr trainieren müsste. „Im Moment ist es ein Nein. Ich habe das Gefühl, dass ich wahrscheinlich noch etwas mehr trainieren muss, wenn ich im Einzel spielen will.“ Die Worte klangen anders als nun, weniger absolut. Es scheint, als ob die Begeisterung ihrer Tochter und die Aussicht auf ein gemeinsames Abenteuer mit Venus eine neue Energie freigesetzt haben. Die Entscheidung, ob sie sich um die verbliebene Einzel-Wildcard bemühen wird, hängt offenbar davon ab, ob sie sich selbst die Frage beantworten kann: Ist sie bereit für die Herausforderung?

Die Tenniswelt wird gespannt sein. Denn Serena Williams, selbst mit 44 Jahren, ist immer noch eine Kraft, mit der man rechnen muss. Ihre Spielweise ist einzigartig, ihr Wille unerschütterlich. Und wer weiß, vielleicht ist es ja gerade dieser unberechenbare Faktor, der sie zu einer ernsthaften Kandidatin für den Einzel-Titel macht. Die Frage der Stunde – und die Antwort wird bald in Wimbledon gegeben werden.