Rocco hunt verkündet zweites kind – und bricht damit seine stille tradition

Pasquetta, 15:35 Uhr: Rocco Hunt postet das Ultraschallbild, das seine Fans nie zu sehen erwarteten. In Sekunden wird aus dem Rapper ein Vater von zwei Kindern – und aus einem stillen Familienmensch ein öffentlicher Erzähler.

Dahinter steckt keine PR-Strategie, sondern pure Euphorie. „Wir haben so lange auf dich gewartet, dass wir es kaum glauben“, schreibt er unter die Bilder, die seine Frau Ada mit dem Babybauch zeigen. Die Zeile klingt wie ein Track, den er nie veröffentlichte: persönlich, roh, ohne Autotune auf die Gefühle.

Der große bruder ist schon angezogen

Giovanni, 7 Jahre, trägt ein Shirt mit der Aufschrift „The Big Brother“. Er weiß, was auf ihn zukommt, seit März 2017, als er am Vatertag das erste Mal die Hand seines Vaters drückte. Rocco Hunt nannte ihn damals „meinen Kompass“. Heute ist Giovanni der Co-Pilot, der das neue Familienmitglied durch den Sturm aus Klatsch und Klicks lotsen wird.

Denn der Sturm ist real. Innerhalb von 30 Minuten sammelt der Post 200.000 Likes, die Kommentare von Kollegen wie Fedez und J-Ax überschlagen sich. Die Algorithmen feiern die Sentimentalität – und vergessen, dass hinter dem Bild eine Frau steht, die nie für ein Interview gebucht wurde.

Ada bleibt die unsichtbare, die alles zusammenhält

Ada bleibt die unsichtbare, die alles zusammenhält

Sie lernten sich in Salerno kennen, bevor die Charts ihn zu einem Produkt machten. Ada ging nicht auf den roten Teppich, sie baute den Teppich aus, auf dem ihre Familie steht. „Ohne sie gäbe es keine Homebase“, sagte Rocco einmal in einem Radio-Interview – und schob danach hastig einen Song, weil er merkte, zu viel preisgegeben zu haben.

Jetzt ist sie sichtbar, zumindest ihr Körper. Die Ultraschall-Konturen sind ihr erster Auftritt nach Jahren der Absenz. Das Internet debattiert über Babynamen, während Ada das Handy vermutlich schon wieder weglegt, um das dritte Familienmitglied in Stille wachsen zu lassen.

Die Timing-Wahl des Ostermontags ist kein Zufall. In Neapel gilt der Tag als „ziemlich heilig“, da wird traditionell die Familie besucht, nicht die Timeline. Rocco bricht also mit zwei Traditionen: der italienischen Ruhe und seiner eigenen Schweige-Moral.

Das Baby soll im Herbst kommen. Bis dahin wird Giovanni die Schulbank drücken und nebenbei lernen, wie man einen kleinen Menschen vor Paparazzi schützt. Rocco Hunt wird zwischen Studio und Kinderzimmer pendeln – und vermutlich einen Song schreiben, der nicht über Straßen, sondern über Windeln und Wunder erzählt.

Die Karriere kann warten. Die Charts sind gelaufen, die Familie gerade erst am Anfang. Und wer weiß: Vielleicht wird aus dem nächsten Album ein Kinderlieder-Projekt. Die Rhymes sind schon da – sie wachsen gerade unter Adas Herz.