Ex-star payet: sexuelle übergriffe und gerichtsverfahren überschatten karriereende

Ein schockierendes Kapitel schließt sich im Leben von Dimitri Payet, dem französischen Fußballstar, dessen Karriere vor nur zwei Monaten abrupt endete. Statt ruhiger Nostalgie droht dem ehemaligen Leistungsträger von West Ham United und Olympique Marseille nun ein belastendes Gerichtsverfahren in Brasilien – ein Nachhall seiner turbulenten Zeit beim Vasco da Gama.

Vorwürfe der gewalt: eine anklage nach dem anderen

Vorwürfe der gewalt: eine anklage nach dem anderen

Payet, der 75 Spiele für den brasilianischen Verein bestritt und noch in der letzten Saison eine entscheidende Rolle bei der Rettung in der Serie A spielte, sieht sich nun schweren Anschuldigungen ausgesetzt. Seine Ex-Partnerin, die Anwältin Larissa Ferrari, wirft ihm massive Gewalt vor – physisch, psychisch und sexuell. Die Vorwürfe, detailliert in einem 17-seitigen Dokument dargelegt, sind erschütternd.

Ferrari beschreibt eine manipulative und entwürdigende Beziehung, in der Payet ihre vermeintliche „Hipersensibilität“ ausgenutzt habe, um sie emotional zu erpressen und zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Sie spricht von einer „emotionalen Vergewaltigung“ und einer „brutalen und widerlichen“ Machtausübung, die sie in eine Art sexuellen Sklaventum getrieben habe. Ein spontaner Abort im Februar 2025, so ihre Darstellung, sei eine weitere Folge seines Verhaltens gewesen.

Obwohl die Staatsanwaltschaft den Fall zunächst einstellte, wurde das Verfahren aufgrund des Verdachts auf psychischen Schaden wieder aufgenommen. Es geht um „verletzende und entwürdigende Äußerungen sowie Handlungen der Demütigung und Manipulation“.

Ein düsteres Kapitel: Zuneigung, die in Gewalt umschlägt

Payet bestreitet die Vorwürfe vehement. Er räumte eine außereheliche Beziehung ein, betonte jedoch, dass diese einvernehmlich verlaufen sei und die sexuellen Praktiken von Ferrari initiiert wurden. Er wies jegliche physische Gewalt zurück und behauptete, nichts von ihren psychischen Problemen gewusst zu haben. Laut seiner Version wollte Ferrari nach Frankreich umziehen, und er habe sie bedroht, kompromittierende Informationen preiszugeben, sollte er dies ablehnen.

Die Verteidigung von Ferrari hingegen hält an ihren Vorwürfen fest und beruft sich auf Dokumente, Bilder und private Nachrichten. Sie fordert eine Anklage wegen sexueller und körperlicher Gewalt, da sie der Meinung ist, dass die psychische Belastung durch Payets Handlungen immens sei. „Ich erwarte, dass ihm die anderen beiden Anklagepunkte (sexuelle und körperliche Gewalt) angelastet werden. Der größte psychische Schaden, den ich erlitten habe, rührt von der sexuellen Gewalt her“, erklärte sie.

Das Gericht wird nun die vorgelegten Beweise prüfen und entscheiden, ob ein Gerichtsverfahren eröffnet wird. Der Fall wirft ein trübes Licht auf die Karriere des einst gefeierten Fußballstars und verdeutlicht, dass selbst im glitzernden Rampenlicht des Sports dunkle Schatten lauern können. Die Entscheidung des Gerichts wird nicht nur Payets Zukunft, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung von Gewalt und Machtmissbrauch in Beziehungen maßgeblich beeinflussen.