Evz-zukunft ungewiss: kläy unter druck, trainer-suche läuft!
Zug – Der Schock des frühen Playoff-Aus ist noch nicht verdaut, da steht für EVZ-Sportchef Reto Kläy bereits die mühsame Nachbetrachtung und Neukonzeption der nächsten Saison an. Die Spieler sind vielleicht schon im Urlaub, doch für Kläy begann die Arbeit sofort – und die ist, gelinde gesagt, herausfordernd.
Kaderumbruch: kubalik könnte die liga verlassen
Die Analyse der vergangenen Saison offenbarte deutliche Defizite in der Selbstreflexion der Spieler, wie Kläy in einem Gespräch mit der Luzerner Zeitung verriet. „Es gibt Spieler, die sehr selbstkritisch mit sich ins Gericht gegangen sind, andere hatten eine völlig falsche Wahrnehmung von ihrer persönlichen Leistung.“ Das deutet auf tiefgreifende Probleme in der Mannschaft hin, die nun durch personelle Veränderungen behoben werden müssen. Ein möglicher Abgang ist der tschechische Stürmer Dominik Kubalik, der offenbar das Interesse seines Jugendklubs Pilsen geweckt hat. Zwar liegt von offizieller Seite noch kein konkretes Angebot vor, doch die Gerüchte sind hartnäckig. Die freie Ausländerposition, die durch den Abgang von Daniel Vozenilek entstanden ist, muss nun mit einem „Import-Diamanten“ besetzt werden – einem schnellen und spielstarken Nummer-1-Center, der auf dem Transfermarkt rar gesät ist.

Diaz bleibt? ein routinier mit ungebrochener leidenschaft
Ein Lichtblick inmitten der Kaderplanungs-Turbulenzen: Die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung von Routinier Raphael Diaz scheint hoch. Der 40-jährige Verteidiger hat zwar Bedenkzeit erbetet, doch seine „ungebrochene Lust am Hockey“ und sein Mehrwert – sowohl auf dem Eis als auch in der Kabine – sprechen klar für eine Fortsetzung seiner Karriere. Finanziell ist eine Verlängerung machbar, selbst angesichts der Tatsache, dass Samuel Guerra mit einem hohen Gehalt auf der Gehaltsliste steht, dessen Einsatz in der kommenden Saison fraglich ist. Es ist ein Zeichen von Stabilität in einer ansonsten unsicheren Zeit.

Trainer-suche: dutzende bewerbungen liegen vor
Die Suche nach einem neuen Trainer, der Benoît Groulx interimistisch ersetzt hat, ist in vollem Gange. Kläy hat bereits Dutzende Bewerbungen gesichtet und Gespräche geführt, um den idealen Kandidaten zu finden. Die Entscheidung muss bis spätestens Sommer fallen, damit der neue Coach ausreichend Zeit hat, sich einzuarbeiten und die Mannschaft auf die neue Saison vorzubereiten. Die Suche gestaltet sich schwierig, denn der Anspruch des EVZ ist hoch: Es braucht einen Trainer, der nicht nur taktisch versiert ist, sondern auch die Fähigkeit besitzt, die Spieler zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen.
Die Herausforderungen sind groß, aber Reto Kläy und sein Team stehen vor der Aufgabe, den EVZ zurück an die Spitze zu führen. Die nächste Saison wird entscheidend sein.
