Everest-sturm: rekordherde auf dem dach der welt

Die Frühjahrssaison im Himalaya erreicht ihren Höhepunkt, und die Bedingungen am Everest sind alles andere als entspannt. Nachdem die tückische Khumbu-Eisfälle-Zone, lange Zeit durch Seracs und Lawinengefahr blockiert, nun gesichert wurde, bereitet sich der Gipfel des Mount Everest auf einen neuen Ansturm vor – und das in beispiellosem Ausmaß.

Nepal kassiert rekordgewinne durch expeditionsgebühren

Nepal kassiert rekordgewinne durch expeditionsgebühren

Nepal profitiert enorm von diesem Boom. Mit 464 erteilten Permits für den Everest führt dieser das Ranking aller nepalesischen Berge deutlich an. Insgesamt wurden 1.050 Genehmigungen für 29 verschiedene Gipfel ausgestellt, was dem nepalesischen Tourismusministerium Einnahmen in Höhe von 7.840.671 US-Dollar (etwa 6.686.916 Euro) einbringt. Eine Summe, die die Bedeutung des Bergtourismus für die Wirtschaft des Landes unterstreicht. 78 Nationen sind mit ihren Teams vertreten, wobei die USA mit 128 Permits knapp hinter China (139) liegen. Auch sieben spanische Alpinisten wagen den Aufstieg.

Der Everest macht satte 87 Prozent dieser Einnahmen aus – konkret 6.792.041 US-Dollar (5.792.592 Euro). Der Lhotse, der zweitbeliebteste Achtthausender, generiert mit 111 Permits weitere 283.999 US-Dollar, während der Makalu mit 62 Gipfelanwärtern 183.330 US-Dollar einbringt. Die steigenden Preise für die Everest-Permits – von 11.000 auf 15.000 US-Dollar pro Person im Jahr 2025 – sowie die neuen, strengeren Auflagen im Rahmen des Tourismusgesetzes, das bald in Kraft treten wird, sollen die Massen nicht stoppen, sondern lediglich die Qualität der Expeditionen sicherstellen. Dazu gehört die Nachweispflicht einer Besteigung eines Berges über 7.000 Meter in Nepal und ein aktuelles Gesundheitsattest.