Evenepoel und lipowitz: red-bull-team verspricht harmonische tour-zusammenarbeit

Barcelona fiebert der Tour de France entgegen – und im Red-Bull-Bora-Hansgrohe-Team herrscht Zuversicht. Teamchef Ralph Denk stellt klar: Der belgische Superstar Remco Evenepoel und der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz werden als Führungsduo in die Grande Boucle starten, ohne interne Konflikte. Eine ungewöhnliche Konstellation, die sich offenbar besser entwickelt als erwartet.

Gleichberechtigung trotz unterschiedlicher rollen

Gleichberechtigung trotz unterschiedlicher rollen

„Ich bin überzeugt, dass das sehr gut funktioniert“, erklärte Denk am Dienstag bei einer Medienrunde. „Wir müssen da gar nicht so viel korrigieren.“ Der 4. Juli markiert den offiziellen Start der Tour, und die Erwartungen sind hoch. Die beiden Fahrer sollen gleichberechtigt in das Rennen gehen, wobei sich ihre jeweiligen Stärken und Schwächen im Laufe der Etappen zeigen werden. Denk betonte, dass letztendlich die Beine entscheiden werden – ein pragmatischer Ansatz, der die Dynamik des Rennens berücksichtigt.

Obwohl Evenepoel als „Frontmann“ gehandelt wird, insbesondere aufgrund seiner bisherigen Erfolge als Olympiasieger und Weltmeister, betont Denk, dass Lipowitz eine entscheidende Rolle spielt. „Er ist so ein bisschen der Wingman“, so der Teamchef, und fügt hinzu, dass Evenepoels größere öffentliche Präsenz das Bild verzerrt. Die Katalonien-Rundfahrt gab bereits einen Vorgeschmack auf die harmonische Zusammenarbeit, bei der Evenepoel als „Edelhelfer“ für Lipowitz fungierte. Ein Detail, das nicht übersehen werden sollte: Lipowitz' Dritter Platz bei der Tour de Suisse wäre ohne Evenepoels Unterstützung wohl nicht möglich gewesen.

Die Tour de Suisse zeigte deutlich Lipowitz' Potenzial, und die Hoffnung ruht nun darauf, dass diese Synergie auch bei der Tour de France zum Tragen kommt. Lipowitz, der die Tour of Slovenia bereits für sich entscheiden konnte, könnte im Hochgebirge Evenepoel übertrumpfen, während dieser im Auftaktzeitfahren voraussichtlich das Gelbe Trikot anstreben wird. Die Strategie ist klar: Eine flexible Aufteilung der Aufgaben, die auf den jeweiligen Stärken der Fahrer basiert und die Konkurrenz überraschen soll.

Die Erwartungen sind hoch, aber die bisherige Zusammenarbeit lässt auf eine vielversprechende Zukunft hoffen. Red-Bull-Bora-Hansgrohe setzt auf eine ungewöhnliche, aber potenziell erfolgreiche Kombination aus Starruhe und jungem Talent, die das Rennen um den Sieg in dieser Tour de France deutlich spannender machen könnte.