Ev zug: personalentscheidungen und kaderplanung im olympia-pausenmodus
Olympia-pause bringt zug vor herausforderungen
Der EV Zug steht während der aktuellen Olympia-Pause vor wichtigen personellen Entscheidungen. Trotz einer leichten Verbesserung des Spiels seit der Verpflichtung von Trainer Benoît Groulxbleibt die Lage angespannt. Sportchef Reto Kläy sondiert den internationalen Spielermarkt, wie die Luzerner Zeitung berichtet. Dabei betont er jedoch, dass jeder potentielle Neuzugang sowohl sportlich als auch finanziell Sinn ergeben muss.

Suche nach verstärkung: kläy sondiert den markt
"Der Spieler muss einen Mehrwert bieten und sich bewusst sein, dass ein Stammplatz nicht garantiert ist", so Reto Kläy. Derzeit hat der EVZ sieben ausländische Spieler unter Vertrag, wobei bereits acht Lizenzen vergeben sind. Die maximale Anzahl beträgt zehn pro Saison, jedoch dürfen nur sechs pro Spiel eingesetzt werden. Ein zusätzlicher Transfer ist somit nicht zwingend notwendig, wird aber dennoch geprüft.

Zwei szenarien zur kaderanpassung
Es gibt zwei mögliche Szenarien: Entweder der Verein tauscht einen leistungsschwachen Spieler, beispielsweise Daniel Vozenilek, oder Kläy verpflichtet einen vereinslosen oder angebotenen Spieler. Die erste Option wäre kostengünstiger, während die zweite das Budget stärker belasten würde. Allerdings gestaltet sich die Suche nach passenden Verstärkungen derzeit schwierig.

Verpasste chancen auf dem transfermarkt
So entschied sich der kanadische Stürmer Mike Sgarbossa, der vom HC Lugano aussortiert wurde, für den SC Bern, obwohl er auch dem EVZ angeboten worden war. Auch Andrighetto vom ZSC zeigt sich derzeit aus privaten Gründen zurückhaltend. Die Zeit drängt, denn das Transferfenster schliesst am 1. März.
Unsicherheit um verletzte spieler
Zusätzlich zur Kaderplanung sorgt die gesundheitliche Situation einiger Spieler für Unsicherheit. Andreas Wingerli unterzog sich einem MRT, um die genaue Art seiner Verletzung festzustellen. Auch Abwehrchef Lukas Bengtsson konnte bisher noch kein Mannschaftstraining absolvieren. Der Verein hofft jedoch, dass er bis zum Heimspiel am 24. Februar gegen Fribourg-Gottéron wieder einsatzbereit ist.
Positive entwicklungen und mögliche rückkehrer
In drei Wochen könnten zudem Nic Balestra, Samuel Guerra, Mike Künzle und Grégory Hofmann wieder ins Team zurückkehren. Das wäre ein Lichtblick, denn mit Ausnahme von Lino Martschini (Rückkehr nächste Saison) und Raphael Diaz (Rückkehr ungewiss) wäre der Kader dann wieder komplett. Kläy hat zudem vorsorglich einige Spieler aus der Swiss League mit B-Lizenzen ausgestattet.
Junge talente und die zukunftsperspektive
Eine weitere Option wäre, das U-21-Talent Nik Petrovic mit einer Lizenz auszustatten. Der 19-jährige Slowene hat bereits in der Champions Hockey League gespielt, erhält seine Schweizer Lizenz jedoch erst nächste Saison. Die Entscheidung wird zeigen, wie der EVZ die Herausforderungen der Olympia-Pause meistern und sich für die Playoffs rüsten wird. Der Fokus liegt klar auf einer optimalen Mischung aus Erfahrung, Talent und finanzieller Stabilität.
