Europapokal-wahnsinn: könnten zehn bundesligisten nächstes jahr international spielen?
Ein Szenario, das Fußball-Deutschland derzeit in Atem hält: Könnten im kommenden Jahr tatsächlich zehn Teams aus der Bundesliga in den europäischen Wettbewerben vertreten sein? Die Ausgangslage ist komplex, die Möglichkeiten aber real – und werfen spannende Fragen auf.
Die sieben sicheren plätze und das pokal-chaos
Grundlegend hat die Bundesliga auch in der Saison 2026/27 sieben garantierte Startplätze. Vier Teams qualifizieren sich direkt für die Champions League, der DFB-Pokalsieger und ein weiteres Bundesliga-Team für die Europa League, und schließlich ein Team für die Europa Conference League. Doch das Pokalfinale am 22. und 23. April könnte die Karten neu mischen. Sollte der Pokalsieger bereits über die Liga für die Königsklasse oder die Europa League qualifiziert sein, rutscht der Platz in der Europa League an die Bundesliga.
Was niemand so recht beachtet: Der unterlegene Finalist des DFB-Pokals hat im Gegensatz zu früheren Jahren keinen automatischen Startplatz mehr im Europapokal. Das verschärft die Konkurrenz um die verbleibenden Plätze erheblich.

Die chance auf mehr: europapokalsiege und die uefa-wertung
Die Europapokalsieger erhalten einen automatischen Startplatz in der jeweils höheren Liga. Gewinnt beispielsweise Freiburg die Europa League und Mainz die Conference League, könnten die Bundesliga-Plätze deutlich aufgestockt werden – vorausgesetzt, die beiden Vereine landen hinter den Top-Sieben der Bundesliga. Aber Achtung: Gewinnen die Europapokalsieger bereits einen Platz in der Bundesliga, gehen die doppelt zählenden Plätze an die UEFA zurück.
Ein weiterer Hoffnungsschimmer liegt in der UEFA-Saisonwertung. Die beiden Länder, deren Klubs im Schnitt die meisten Punkte erzielen, erhalten einen zusätzlichen Champions-League-Platz. Die Zahl spricht für sich: Deutschland kämpft hierzulande gegen Spanien um die Spitzenpositionen. Sollte dies gelingen, würde der Tabellenfünfte der Bundesliga direkt für die Champions League qualifiziert.

Der traum vom zehnter: ein theoretisches maximum
Im theoretisch besten Fall, der in dieser Saison zwar nicht erreichbar ist, könnten sogar elf Bundesligisten international spielen. Vier Champions-League-Plätze, ein zusätzlicher Champions-League-Platz durch die UEFA-Wertung, zwei Champions-League-Plätze für die Europapokalsieger, die keinen Bundesliga-Platz erreichen, ein Europa-League-Platz für den Conference-League-Sieger, der ebenfalls keinen Bundesliga-Platz hat, ein Europa-League-Platz für einen Bundesligisten und ein Platz in den Playoffs der Conference League. Ein wahnsinniges Gedankenspiel, das aber die Ambitionen des deutschen Fußballs unterstreicht.
Die Möglichkeit, dass der Tabellenzehnte eines Tages europäisch spielt, ist also nicht reine Fantasie, sondern eine berechtigte Hoffnung – wenn sich die Sterne richtig stellen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt.
