Europameisterschaft huelva: spanien feiert überraschende erfolge

Huelva, Spanien – Die zweite Runde der Badminton-Europameisterschaft 2026 in Huelva war ein Tag voller Überraschungen und deutscher Erfolge. Vier Siege für Spanien standen gestern zu Buche, ein klares Signal, dass mit den heimischen Athleten zu rechnen ist. Doch der Jubel wird von harten Brocken in den kommenden Runden getrübt.

Leal kämpft sich ins viertelfinale

Álvaro Leal legte mit einem souveränen Sieg gegen den Polen Szymanowski den Grundstein. Ein klarer 21:19 und 21:14 Sieg in nur 42 Minuten. Sein nächster Gegner, der Engländer Harry Huang, wird eine ganz andere Hausnummer sein. Die englische Schule ist bekannt für ihre taktische Finesse, Leal muss hier alles geben.

Im Herren-Doppel sorgten Jacobo Fernández und Alberto Perals für ein nervenaufreibendes Match gegen die Bulgaren Rusev und Stoynov. Der erste Satz ging knapper mit 22:20 an die Spanier, doch im zweiten Satz gaben die Bulgaren eine deutliche Antwort (11:21). Dennoch konnten sich die Spanier im Entscheidungssatz wieder fangen und mit 21:11 den Sieg sichern. Das Duell gegen die dänischen Top-Favoriten Kim Astrup und Anders Rasmussen wird ein echter Test für das spanische Duo – ein Duell auf Augenhöhe, bei dem jedes Detail zählt.

Rubén García und Carlos Piris zeigten ebenfalls eine beeindruckende Leistung und besiegten die isländischen Gegner Bjornsson und Finnsson glatt in zwei Sätzen (21:12, 21:11). Auch für sie steht nun ein starkes dänisches Team, Daniel Lundgaard und Mads Vestergaard, im Weg. Die dänische Dominanz im Badminton ist unbestritten, García und Piris müssen hier ihr gesamtes Können aufbieten.

Überraschung im damen-doppel

Überraschung im damen-doppel

Paula López und Lucía Rodríguez lieferten die vielleicht größte Überraschung des Tages. Nach einem verlorenen ersten Satz gegen die als Nummer sechs gesetzten Polinnen Cybulska und Marczak kämpften sie sich zurück ins Spiel und gewannen die beiden folgenden Sätze mit knappen Ergebnissen (21:19, 21:19). Die englischen Gegnerinnen Lisa Curtin und Sian Kelly werden nun eine harte Nuss sein.

Im Mixed-Doppel gab es hingegen eine Enttäuschung für Rubén García und Lucía Rodríguez, die gegen das dänische Spitzendoppel Mathias Christiansen und Alexandra Boje unterlagen. Ein ähnliches Schicksal ereilte die französischen Top-Paarung Gicquel und Delrue, die überraschend gegen die Engländer Hemming und Van Leewen verloren. Die Niederlage der Franzosen wirft einen Schatten auf die französischen Ambitionen bei dieser Europameisterschaft.

Die EM in Huelva zeigt deutlich: Spanien ist auf dem Vormarsch, doch die europäischen Giganten aus Dänemark und England lassen sich nicht so leicht verdrängen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, ob die spanischen Spieler ihre Überraschungen in Konstanz verwandeln können.