Euroliga: traditionsformat bleibt – madrid tanzt mit der nba!
Barcelona – Die Euroliga setzt auf Kontinuität. Nach intensiven Beratungen haben sich die beteiligten Klubs in Barcelona darauf verständigt, das bewährte Format der vergangenen Saison beizubehalten: 20 Teams, eine intensive 38-Spieltage lange Hauptrunde, gefolgt von Play-in-Spielen, Viertelfinals und dem prestigeträchtigen Final Four-Turnier. Ein Wechsel zum erweiterten 22-Teams-Modell mit zwei Konferenzen, der diskutiert wurde, scheiterte am Kompromiss zwischen reduzierter Spielanzahl und potenziell geringeren TV-Einnahmen.

Ein sommer ohne nationalmannschaftsturniere – der start muss vorgezogen werden
Die Entscheidung ist gefallen, doch ein Detail muss noch geklärt werden: der Saisonstart. Angesichts eines Sommers ohne große Nationalmannschaftsturniere, abgesehen von den FIBA-Fenstern, wird versucht, die Liga früher zu beginnen, um die Häufung von Doppelspielwochen zu vermeiden. Das Ziel ist ein flüssigerer Spielplan, der den Athleten mehr Erholung ermöglicht – ein wichtiges Thema in der hochbelasteten Welt des europäischen Top-Basketballs.
Real Madrid, der unangefochtene Gigant der Euroliga, befindet sich in einer Zwickmühle. Neben der Verpflichtung zur Euroliga gibt es das verlockende Angebot der NBA, die ein eigenes Basketballturnier im Jahr 2027 plant. Die Verhandlungen ziehen sich hin, und die Liga drückt auf eine baldige Entscheidung. Die Zeit drängt, und die Verantwortlichen in Madrid müssen sich demnächst festlegen. Auch Fenerbahce und ASVEL stehen noch zu Vertragsverhandlungen an, wobei die Zeichen bei den Türken gut stehen, während die Franzosen dem Flirt mit der FIBA bereits deutlich hinterherhinken.
Die Frage, wie sich die Entscheidung des ASVEL auf die zukünftige Ausrichtung des europäischen Basketballs auswirken wird, bleibt vorerst unbeantwortet. Vieles deutet darauf hin, dass der französische Verein sich der neuen FIBA-Struktur zuwenden wird, was die Konkurrenzsituation in der Euroliga weiter verändern könnte. Es ist ein Poker um die Zukunft des europäischen Basketballs, bei dem die Karten neu gemischt werden.
Die Verbleibsfrage des Real Madrid bleibt jedoch der entscheidende Faktor. Ohne die weißen Könige würde ein bedeutender Teil der internationalen Strahlkraft und der finanziellen Stabilität der Euroliga verloren gehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Liga diesen Verlust verhindern kann – oder ob der europäische Basketball eine neue Ära erleben wird.
