Euroleague-ranking: zalgiris stürzt monaco ab, panathinaikos rutscht weg
Kaum ein Ball traf in der 29. Spielwoche so hart den Boden wie die Playoff-Träume von AS Monaco. Das 62:94 in Kaunas war kein Ausrutscher, sondern das laute Krachen einer Mannschaft, die sich selbst entzaubert. Dafür prescht Zalgiris vor – und die italischen Klubs dürfen wieder hoffen.
Die neue machtverteilung nach dem 30. spieltag
Während die Litauer mit dem zweiten Sieg in Serie auf Platz fünf klettern, rutscht Monaco auf Rang acht ab – und damit genau auf die Playoff-Bubble. Die Defensive kollabierte in nur zwei Vierteln: 56 Punkte kassierte die „Roca Team“ nach dem Seitenwechsel, so viel wie zuletzt vor zwei Jahren gegen Fenerbahce. Trainer Vassilis Spanoulis sprach von „einer Nacht, die sich wie ein Albtraum anfühlte, aber real war“.
Panathinaikos indes verpasst die Trendwende. Die 72:81-Heimniederlage gegen Baskonia war die vierte in den letzten fünf Partien. Athen schlittert auf Platz zwölf – ein Minus von vier Positionen innerhalb von zehn Tagen. Kostas Sloukas’ Dreier-Quote (2/11) fiel so tief wie die Stimmung im OAKA.
Barcelona? Auch der Favorit verharrt im Stau. Der 77:81-Coup in Belgrad war der dritte Auswärts-Crash nacheinander. Trotz 28 Punkten von Jabari Parker bleiben die Katalanen hinter den Erwartungen – Platz sieben, nur ein Sieg vor dem ersten Nicht-Playoff-Rang.

Virtus und paris schießen aus dem dunkel
Die positiven Überraschungen kommen aus Bologna und der französischen Hauptstadt. Virtus besiegte Maccabi 88:80 und klettert auf Rang neun – zwei Siege trennen die Squadra von der erneut erreichbaren Königsklasse. Paris wiederum nutzte das Chaos oben und schob sich mit einem 91:84 in Istanbul auf Platz zehn. Der Verfolgungsmix ist explosiv: Vier Teams trennen nur zwei Siege zwischen Platz fünf und zwölf.
Die italische Hoffnung trägt mittlerweile Milano-Trikot. Olimpia siegt 83:78 in München und bleibt als einziger Klub der Liga ohne Niederlage im neuen Jahr. Das nächste Spitzenspiel folgt sofort: am Freitag empfängt Ettore Messinas Team den überraschten Tabellenführer Fenerbahce. Ein Sieg würde Milan auf Platz zwei katapultieren – und die Playoff-Heimrechte vorzeitig festigen.
Neun Spieltage sind noch zu absolvieren, doch die Richtung ist klar: Wer jetzt stolpert, rutscht in die Tiefe. Wer zulegt, kann noch den Sprung in die Top vier schaffen – und damit das Heimrecht im Viertelfinale sichern. Die nächste Woche wird die Liga erneut aufrollen. Und Birgit Richter wird dabei sein – mit der Kamera und dem Taktikboard. Denn in der EuroLeague zählt kein Schönreden, nur die Tabelle. Die lügt nie.
