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Zverev auf wimbledon-siegeskurs: kann er geschichte schreiben?

Hamburg bangt, Berlin fiebert – Alexander Zverev steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Finale von Wimbledon. Fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open winkt dem Deutschen nun der Doppelpack, der ihn in den Kreis der Tennis-Legenden katapultieren würde. Ein historischer Moment für das deutsche Tennis, der selbst Kanzler Friedrich Merz im All England Club verfolgt.

Der hungrige hamburger will mehr

„Ich bleibe konzentriert. Ich bleibe hungrig. Ich will mehr“, erklärte Zverev nach seinem souveränen Sieg gegen Arthur Fery mit 7:6 (7:0), 6:2, 6:4. Das klingt nicht nach einem Mann, der sich mit dem Erreichten zufrieden gibt. Vielmehr deutet es auf eine unbändige Entschlossenheit hin, die ihn im entscheidenden Moment antreibt.

Boris Becker, dreimaliger Wimbledon-Champion, zeigte sich beeindruckt: „Ein historischer Tag für Sascha Zverev und das deutsche Tennis! Großes Kompliment von mir. Aber die Reise ist noch nicht zu Ende, noch muss er ein Match gewinnen.“ Becker weiß, dass Zverevs Weg zum Titel alles andere als einfach sein wird.

Denn im Finale wartet Jannik Sinner, der Titelverteidiger und Zverevs persönlicher Albtraum. In den letzten neun Duellen ging Sinner als Sieger hervor. Die Ausgangslage könnte kaum schwieriger sein. Der Südtiroler präsentierte sich im Halbfinale in Topform und schaltete den Rekordgewinner Novak Djokovic mit 6:4, 6:4, 6:4 aus. Das unterstreicht seine aktuelle Stärke und den Druck, den er auf Zverev ausüben wird.

„Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert“, sagte Sinner nach seinem Sieg. „In der Zwischenzeit hat er in Paris einen Grand-Slam-Titel gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gegeben hat.“ Zverev scheint sich seiner Aufgabe bewusst zu sein und bereitet sich intensiv auf das Duell vor. Dabei verzichtet er sogar auf den Kontakt zu seiner Freundin Sophia Thomalla: „Wir überleben auch zwei Wochen ohne einander. Wir haben eine relativ stabile Beziehung.“

Für beide Spieler ist es das erste Aufeinandertreffen auf Rasen. Die Spannung ist greifbar, die Erwartungen hoch. Am Sonntag, um 17:00 Uhr MESZ (Prime Video) wird sich zeigen, wer die Nerven behält und den begehrten Titel in Wimbledon erringen kann. Es ist mehr als nur ein Tennismatch – es ist ein Duell der Generationen, ein Kampf um Ruhm und Ehre.

Die konzentration ist trumpf

Die konzentration ist trumpf

„Ich freue mich darauf, dass ich Sonntag die Chance habe, um Wimbledon zu spielen“, so Zverev. „Es sei eine der größten Ehren, die man im Tennissport haben kann.“ Er müsse aber „konzentriert und bei sich bleiben“, um „so gut wie möglich vorbereitet“ zu sein. Die Worte des Hamburgers klingen wie ein Versprechen – ein Versprechen, alles zu geben, um Geschichte zu schreiben und den Deutschen zum ersten Wimbledon-Sieg seit Michael Stich 1991 zu verhelfen.