Rot-weiss essen: nur ein remis trennt rwe vom aufstieg!
Die Luft knistert vor Spannung in Essen! Nach dem knappen 1:0-Sieg im Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg steht Rot-Weiss Essen vor dem größten Erfolg seit 19 Jahren: dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am Dienstagabend (20:30 Uhr, Sat.1 und Sky) geht es in Fürth weiter – ein Remis würde reichen, um den Traum wahr werden zu lassen.

Koschinats klare ansage: „wir wollen den gegner von der ersten sekunde nerven!“
Trainer Uwe Koschinat lässt keine Zweifel aufkommen: Auch wenn ein Unentschieden für den Aufstieg ausreicht, will seine Mannschaft in Franken attackieren. „Es ist ratsam, den Gegner von der ersten Sekunde so weit wie möglich von unserem Tor wegzuhalten und nicht passiv zu sein“, betonte Koschinat gegenüber BILD. „Nicht einigeln – aus so einer Rolle kommt man nämlich häufig nicht mehr raus.“ Die Fürther sind bekannt dafür, zu Hause stärker aufzutreten, weshalb RWE den Vorsprung unbedingt verteidigen muss.
Ein besonders brisanter Moment im Hinspiel war die mögliche Gelbe Karte für den Fürther Torschützenkönig Noel Futkeu (23). Nach einem Bodycheck gegen Ben Hüning hätte der Schiedsrichter Karten zeigen müssen, beließ es aber bei einer Ermahnung. Hüning ärgerte sich: „Mich nervt, dass wir diese fünfte Gelbe nicht gezogen haben.“ Doch Essens Verteidiger hielt den Angreifer gut im Griff und sorgte dafür, dass Futkeu nicht sein volles Potenzial entfalten konnte. „Das hat Bock gemacht“, sagte Hüning selbstbewusst. „Ich weiß, dass er schon ein bisschen was kann, und ich hoffe, dass ich ihn am Dienstag wieder ausschalten kann.“
Ein Glücksbringer steht bevor? Der Schiedsrichterpfiff in Fürth kommt von Robert Schröder (40) aus Hannover, der für den Bezirksligisten „SG Blaues Wunder“ aktiv ist. Schröder hat noch nie ein RWE-Spiel geleitet, aber im Oktober 2008 pfiff er bereits eine Partie zwischen Rot-Weiss Essen und Arminia Bielefeld in der U17-Bundesliga – ein 2:2-Unentschieden, das RWE im Relegationsrückspiel gewiss nicht abgeneigt wäre.
Und was die Moral zusätzlich beflügelt: Sollte der Aufstieg gelingen oder scheitern, wird die Mannschaft in der Nacht nach Fürth fahren und den möglichen Triumph oder die Enttäuschung in einem Bus mit Zwischenstopps an einer Burgerbude feiern. Wer weiß, vielleicht empfangen die Fans RWE am frühen Mittwochmorgen bereits als neue Zweitligisten auf dem Kennedyplatz – ein Beweis für die unerschütterliche Unterstützung der Anhänger.
