Relegationsdrama in fürth: rwe mit eisernem willen!
Rot-Weiss Essen reist mit breiter Brust und dem Rückenwind tausender Fans zum entscheidenden Relegationsrückspiel gegen Greuther Fürth. Nach dem knappen Hinspielerfolg wollen die Zebras den Sprung zurück in die 2. Bundesliga perfekt machen – und die Euphorie in Essen ist förmlich greifbar.
Koschinat warnt: „es ist erst halbzeit!“
Die Partie im Sportpark Ronhof verspricht ein packendes Duell zu werden. RWE konnte sich im Hinspiel dank eines Traumpfiffes von Torben Müsel mit 1:0 durchsetzen. Doch die Franken haben bereits im letzten Saisonspiel bewiesen, dass sie stets für einen überraschenden Endspurt gut sind – ein 3:0-Erfolg gegen Düsseldorf ließ kaum Zweifel, dass sie sich der Herausforderung stellen werden.
Trainer Uwe Koschinat mahnt dennoch zur Vorsicht: „Die Qualität in der Offensive von Fürth ist enorm. Spieler wie Noel Futkeu, Branimir Hrgota und Felix Klaus sind brandgefährlich.“ Er erwartet eine noch entschlossener agierende Mannschaft und fordert von seinen Schützlingen, „noch besser und zielstrebiger“ zu sein. Ben Hüning, der in den letzten Partien eine beeindruckende Stabilität in der Abwehr zeigte, stimmt zu: „Es ist erst Halbzeit. Wir dürfen uns nicht einlullen lassen.“
Koschinat betonte, dass defensives Passiveskeit der falsche Weg sei. „Wir müssen mutig spielen und versuchen, selbst die Initiative zu ergreifen.“ Auch wenn ein Remis für RWE zum Aufstieg reichen würde, lehnt der Coach eine rein abwartende Taktik ab. „In Sachen Intensität und Körperlichkeit haben wir im Hinspiel bereits alles gegeben – das müssen wir in Fürth wiederholen.“
Koschinat kritisiert Passspiel: Nach dem Hinspiel gab der Coach zu bedenken, dass das Passspiel nach Ballgewinnen verbessert werden müsse. Statt den Ball schnell nach vorne zu spielen, landete er oft wieder bei Golz, was zu langen Bällen und Ballverlusten führte. Dennoch lobte er die defensive Stabilität seiner Mannschaft.
Die Aufstellung für das Rückspiel hält Koschinat noch geheim. Fest steht jedoch, dass Abwehrspieler Lucas Brumme und/oder Stürmer Dickson Abiama, die im Hinspiel bereits Einsatzzeit bekamen, als Kandidaten für die Startelf gelten.
Die Auswärtstorregel, die in der Relegation seit der Saison 2021/22 nicht mehr gilt, nimmt RWE den Druck, unbedingt ein Tor erzielen zu müssen. Stattdessen hat das Team im Training bereits ein Elfmeterschießen simuliert, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Fan-unterstützung wird entscheidend
Die Euphorie in Essen ist riesig. Der Traditionsklub, der nach einem Zwangsversteigerung und einem zeitweiligen Abstieg in die fünfte Liga nun vor demAufstieg steht, erlebt eine beispiellose Welle der Begeisterung. Neben den 2.297 ausverkauften Gästetickets für das Rückspiel in Fürth wird es auf dem Kennedy-Platz ein Public Viewing geben, um die Fans, die keine Tickets ergattern konnten, mitzureden lassen. Die Unterstützung der Fans wird entscheidend sein, um das entscheidende Tor zu schießen und den Traum von der 2. Bundesliga zu verwirklichen.
Die Hafenstraße wird heute nach Fürthgetragen. Und RWE wird alles dafür tun, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
