Langstrumpf-power: duwenbeck springt zur jugend-rekordhöhe!

Essen – Ein Techno-Beat, ein Kinderlied und eine unglaubliche Leistung: Ben Duwenbeck hat bei den „Tagen der Überflieger“ in Essen nicht nur einen neuen Jugendrekord im Stabhochsprung aufgestellt, sondern auch bewiesen, dass Motivation in den ungewöhnlichsten Formen kommen kann.

Der kennedyplatz wird zur duwenbeck-bühne

Vor ausverkauftem Publikum, das die Essener Innenstadt am Wochenende in einen Hotspot der Leichtathletik verwandelte, präsentierte sich der 18-jährige Dortmunder in Topform. 5,05 Meter – eine Marke, die er mit konzentrierter Emsigkeit und einer gehörigen Portion Humor anstrebte. Denn was viele nicht wussten: Der Schlüssel zu Duwenbecks Erfolg liegt in einem ganz besonderen Motivationslied: einer Techno-Version von „Hey Pipi Langstrumpf“.

„Es bringt mich einfach in Fahrt und lässt mich schmunzeln“, erklärte der junge Athlet nach seinem Triumph. Als der Bass durch die Lautsprecher dröhnte, verwandelte sich der Kennedyplatz in eine persönliche Bühne für Duwenbeck. Der Anlauf, der Absprung, der Flug – alles im Takt des eingängigen Kinderliedes, das in einem neuen Gewand brillierte.

Mehr als nur ein event: leichtathletik hautnah

Mehr als nur ein event: leichtathletik hautnah

Die „Tage der Überflieger“ sind längst mehr als nur ein Stadtteilfest. Sie haben sich zu einem festen Bestandteil des Springer-Kalenders entwickelt, sowohl national als auch international. Im Gegensatz zu populären Sportarten wie Fußball oder Tennis, die oft von großen Fangemeinden und medialer Aufmerksamkeit profitieren, wird Leichtathletik häufig als eher solitär und wenig zugänglich wahrgenommen. Events dieser Art wollen genau das ändern – die Nähe zum Athleten erhöhen und die Emotionen des Sports erlebbar machen.

Neben der besonderen Atmosphäre bieten die „Tage der Überflieger“ den Leichtathleten auch die Möglichkeit, wichtige Punkte für Meisterschaften und Weltranglisten zu sammeln. Für Duwenbeck waren es sieben Wettkampfsprünge, die ihn schließlich zum historischen Erfolg führten. Er trainiert nun sechs Mal pro Woche, stets unterstützt von seinem ungewöhnlichen Soundtrack.

In drei Wochen steht die deutsche Leichtathletik-Meisterschaft an. Dann will Duwenbeck die Latte noch höher legen und 5,20 Meter knacken. Mit dem unbändigen Willen und dem Sound von Pipi Langstrumpf im Ohr scheint ihm dieser Traum durchaus zuzutrauen. Die Leichtathletik hat einen neuen Star – und die Kinderlieder eine unerwartete Renaissance.