Honig im tee? expertin warnt vor falschen heilmittel-träumen
Wer bei Erkältungen und Halsschmerzen auf Hausmittel setzt, greift oft zum Honig in heißem Tee. Doch eine aktuelle Einschätzung von Ernährungsexpertin Fabiana Contri zeigt: Diese vermeintliche Wunderwaffe ist nicht immer das, was sie verspricht. Und warum das so ist, sollten Sie unbedingt wissen.

Die lange tradition des honigs – und ihre grenzen
Schon im alten Ägypten wurde Honig hoch geschätzt – nicht nur als süße Leckerei, sondern auch für seine heilenden Kräfte. Seine entzündungshemmenden, antibakteriellen und antiseptischen Eigenschaften sind unbestritten. Aber: Hitze zerstört viele dieser wertvollen Inhaltsstoffe. Das goldene Elixier, gewonnen aus Blütennektar und von fleißigen Bienen verarbeitet, verliert bei zu hohen Temperaturen einen Großteil seiner positiven Effekte. Ein Teelöffel Honig in warmer, aber nicht kochender Flüssigkeit kann durchaus wohltuend sein, aber als alleinige Heilmittel-Lösung sollte man ihn nicht betrachten.
Die Ernährungsfachfrau Contri betont, dass die Wirkung von Honig stark von der Temperatur abhängt. Beim Erhitzen können nämlich gesunde Enzyme und andere wichtige Nährstoffe zerstört werden. Es ist also ratsam, Honig erst nach dem Trinken unterzurühren, um seine wertvollen Eigenschaften zu erhalten.
Darüber hinaus ist es wichtig zu bedenken, dass Honig zwar eine gewisse antibakterielle Wirkung hat, aber bei ernsthaften Infektionen keine vollwertige medizinische Behandlung ersetzt. Bei anhaltenden Beschwerden sollte man immer einen Arzt oder Apotheker konsultieren. Die vermeintliche Allheilwirkung von Hausmitteln ist oft nur ein Trugbild.
Wer seine Ernährung optimieren und seine Gesundheit nachhaltig fördern möchte, sollte sich nicht auf einzelne „Wundermittel“ verlassen, sondern auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Denn gesundheitliche Vorsorge beginnt im Kleinen – und nicht mit dem letzten Trend im Bereich der Superfoods.
