„Es ist verrückt“ – olympia-held schan belenjuk kritisiert ioc scharf

Vier jahre nach dem beginn des krieges: schan belenjuk erinnert

Heute, am 24. Februar 2026, jährt sich der Tag der umfassenden russischen Invasion in die Ukraine. Für den ukrainischen Olympiasieger und Abgeordneten der Werchowna Rada, Schan Belenjuk, ist dies ein Tag der Trauer und des Gedenkens. Im Gespräch mit SWR Sport betonte er die Wichtigkeit, die Opfer des Krieges zu ehren: „Wir sollten uns an die Menschen erinnern, die wegen der Russen gestorben sind.“ Der ehemalige Ringer, der einst für den SV Germania Weingarten aktiv war, sieht die aktuelle Situation mit großer Sorge.

Scharfe kritik am ioc und paralympischen komitee

Scharfe kritik am ioc und paralympischen komitee

Schan Belenjuk übt im Interview scharfe Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Paralympischen Komitee. Er kritisiert die jüngsten Entscheidungen, russische und belarussische Athleten unter ihrer Nationalflagge an den Paralympics teilnehmen zu lassen. „Es ist verrückt! Es ist Irrsinn!“, so Belenjuk. Er erinnert daran, dass Russland bereits vor der Invasion wegen Dopings gesperrt war und nun, trotz des Krieges, wieder zugelassen werden soll.

Die entscheidung des ioc: eine schande?

Die entscheidung des ioc: eine schande?

Für Belenjuk ist die Entscheidung des IOC eine „Schande“. Er sieht Parallelen zu einer Zusammenarbeit mit Terroristen, da das IOC Repräsentanten Russlands zulässt, die den russischen Präsidenten unterstützen. Er bemängelt, dass das IOC scheinbar bereit ist, Kompromisse einzugehen, obwohl der Krieg weitergeht und die Ukraine weiterhin unter russischer Aggression leidet. Die Entscheidung, einen ukrainischen Athleten für eine Geste des Gedenkens zu disqualifizieren, während gleichzeitig russische Athleten zugelassen werden, empfindet er als besonders ungerecht.

Die situation in kyjiw: alltag unter alarm

Die situation in kyjiw: alltag unter alarm

Schan Belenjuk beschreibt die Situation in Kyjiw als schwierig, aber von Widerstand geprägt. Er berichtet von schweren Angriffen in der vergangenen Nacht und der Notwendigkeit, während Luftalarm in Bunkern Schutz zu suchen. Dennoch betont er, dass das Leben in der Ukraine weitergeht und dass Versuche unternommen werden, Sportveranstaltungen durchzuführen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Er lädt Menschen ein, die Ukraine zu besuchen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Erinnerungen an weingarten und die ringer-familie

Erinnerungen an weingarten und die ringer-familie

Im Gespräch erinnert sich Schan Belenjuk gerne an seine Zeit beim SV Germania Weingarten. Er pflegt noch immer Kontakt zu ehemaligen Teamkameraden wie Frank Stäbler und schätzt die Unterstützung, die er von der deutschen Ringer-Familie erfährt. Er betont die positiven Erinnerungen an seine Zeit in Deutschland und die Gastfreundschaft, die ihm entgegengebracht wurde. „An Weingarten habe ich nur schöne Erinnerungen“, so Belenjuk.

Sport als zeichen der hoffnung und des widerstands

Sport als zeichen der hoffnung und des widerstands

Trotz der schwierigen Umstände versucht die Ukraine, den Sport als Zeichen der Hoffnung und des Widerstands zu nutzen. Meisterschaften werden organisiert, wenn die Sicherheitslage es zulässt. Schan Belenjuk betont, dass die Ukraine stark sein und sich gegen ihren Feind verteidigen muss. „Wir haben nur dieses Leben, wir bekommen keine zweite Chance. Wir müssen mit den Gegebenheiten umgehen, die wir haben – und wir müssen unser Bestes tun, sie für die Zukunft zu verbessern.“