Epic feuert 1.000 mitarbeiter – fortnite verliert seine magie

Epic Games schlägt erneut in die Notbremse: Mehr als 1.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job, weil Fortnite seit zwei Jahren schwächelt und die Kassen trotz Milliardenumsätzen nicht stimmen. CEO Tim Sweeney entschuldigt sich in einem internen Schreiben – und kündigt weitere 500 Millionen Dollar Einsparungen an.

Die zahlen sprechen gegen epic

Der Rückgang der Nutzeraktivität in Fortnite begann 2025. Seitdem fließt mehr Geld hinaus, als hereinkommt. Epic hatte bereits im Herbst 2023 830 Stellen gestrichen, damals mit demselben Argument: Wir geben zu viel aus. Nun die nächste Runde. Sweeney spricht von den „extremsten Marktbedingungen“ seit Jahren. Die Konsole der aktuellen Generation verkauft sich schlechter als ihre Vorgängerin, die Konkurrenz um Spieleraufmerksamkeit wächst, und die Konsumausgaben sinken.

Das Unternehmen reagiert mit einem Sparkurs, der sich über alle Bereiche zieht: Marketingbudgets gekürzt, Auftragsvergabe eingefroren, offene Stellen gestrichen. Dabei betont Sweeney: Die Kürzungen stehen nicht im Zusammenhang mit KI-Investitionen. Es geht schlicht um Überleben.

Fortnite soll zurück aufs smartphone

Fortnite soll zurück aufs smartphone

Trotz des Stellenabbaus beharrt Epic auf seiner Dauerbaustelle: dem Comeback auf mobilen Plattformen. Nach jahrelangen Rechtsstreits mit Apple und Google steht der Publisher laut Sweeney „ganz am Anfang unserer Rückkehr“. Das Ziel: Fortnite auf Milliarden Smartphones weltweit spielbar machen. Ob das reicht, um die Lücke zu schließen, die 1.000 Kollegen hinterlassen, bleibt offen.

Die verbliebenen Teams sollen „fantastische Fortnite-Erlebnisse“ liefern – neue Storys, Events, Spielmechaniken. Parallel arbeitet Epic an der Umstellung von Unreal Engine 5 auf Version 6. Großangelegte Pläne sind für Ende 2026 angekündigt. Ob sie ohne die Entlassenen funktionieren, wird sich zeigen.

Abgefunden sind sich die Betroffenen nicht. Die entlassenen Mitarbeiter erhalten vier Monate Gehalt plus Krankenkassen-Zuschüsse. Es ist ein Trostpflaster, kein Perspektivplan. Epic Games will Gewinner der Krise werden – auf dem Rücken jener, die das Unternehmen großgemacht haben.