Enttäuschung in mailand: rydzek und geiger verpassen bei olympia medaille im teamsprint

Olympia mailand cortina 2026: ein bitterer rückschlag für das deutsche team

Die deutschen Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger mussten bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 einen schweren Rückschlag einstecken. Im Teamsprint verpassten sie die erhoffte Medaille deutlich. Nach einem vielversprechenden Start auf der Schanze, der sie als führendes Team auf die Langlaufstrecke schickte, zerstörte ein Sturz von Geiger alle Medaillenambitionen.

Geigers sturz: der entscheidende moment

Geigers sturz: der entscheidende moment

Vinzenz Geiger, der im Interview mit Eurosport seine Enttäuschung zum Ausdruck brachte, kommentierte seinen Sturz mit den Worten: „Es ist ganz komisch. Ich bin einfach nur wütend auf mich selber. Ich weiß nicht, was da passiert ist, das ging so schnell.“ Der Sturz geschah bei dichtem Schneefall und schwierigen Bedingungen während der Abfahrt. Ein nachfolgender Zusammenstoß mit dem Japaner Ryota Yamamoto verschärfte die Situation zusätzlich.

Brillanter start, tragischer verlauf

Brillanter start, tragischer verlauf

Das deutsche Duo hatte zunächst eine beeindruckende Leistung auf der Schanze gezeigt und war als Spitzenreiter in den Langlaufpart gegangen. Eine fünfköpfige Spitzengruppe hatte sich in der Loipe gebildet, doch Geigers Sturz veränderte alles. „Ich habe nichts gesehen, bin mit dem linken Fuß in den Schnee rein und dann bin ich gelegen – ich bin aufgestanden und gleich wieder gelegen“, erklärte Geiger.

Frustration und selbstvorwürfe

Frustration und selbstvorwürfe

„Es will einfach nicht laufen in diesen Wochen. Das tut mir leid für das ganze Team. Es war eine Unaufmerksamkeit, ein Fehler – es ist einfach blöd gelaufen“, fügte der 28-Jährige hinzu. Die verpasste Medaille schmerzt: „Wegen so etwas gehen wir jetzt ohne Medaille heim – das tut weh, aber ich kann es leider nicht mehr rückgängig machen.“

Rydzeks reaktion und eine bittere bilanz

Rydzeks reaktion und eine bittere bilanz

Auch Johannes Rydzek zeigte sich betroffen von dem Vorfall: „Das ist natürlich ein Schlag in so einem Rennen, wo auch die anderen realisieren, dass da einer oder zwei aus dieser Spitzengruppe rausfallen.“ Er betonte aber auch, dass das Team alles gegeben habe: „Wir haben dennoch alles auf der Strecke gelassen und können erhobenen Hauptes aus der Sache rausgehen. Man gewinnt und heute verliert man auch als Team.“

Ein karriereende mit wehmut

Für Johannes Rydzek waren die Olympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 seine letzten. Der Doppel-Olympiasiege von 2018 blickte versöhnlich zurück: „Ich darf nicht nur das Negative suchen, auch wenn es im Herzen natürlich jetzt sehr, sehr wehtut. Ich durfte auch ganz viele tolle Momente erleben.“

Frenzel: enttäuschung im team

Bundestrainer Frenzel zeigte sich ebenfalls bestürzt: „Es tut weh, die Jungs so leiden zu sehen.“ Die Konkurrenz habe das Tempo hochgehalten, so dass nur ein außergewöhnlicher Lauf eine Chance geboten hätte. Es ist das erste Mal seit 1998, dass die deutschen Nordischen Kombinierer bei Winterspielen ohne Medaille nach Hause fahren.