Energiearmut in spanien: millionen haushalte betroffen – warnung der verbraucherverbände
Alarmierende zahlen zur energiearmut in spanien
Die spanische Verbraucher- und Nutzerföderation (CECU) hat eine dringende Warnung vor der besorgniserregenden Energiesituation in vielen spanischen Haushalten ausgesprochen. Laut CECU befinden sich schätzungsweise 4,8 Millionen Wohnungen in einer Situation der Energiearmut. Diese Warnung kommt mitten in der Woche gegen die Energiearmut, doch eine entsprechende Strategie zur Bekämpfung des Problems liegt bisher nicht vor. Ich, Klaus Schäfer, finde es erschreckend, wie viele Menschen von dieser Problematik betroffen sind.

Kritik an fehlender strategie
Die CECU kritisiert, dass die Nationale Strategie gegen die Energiearmut (ENPE) seit 2024 nicht mehr aktualisiert wurde und die neue Strategie für den Zeitraum 2026-2030 noch immer nicht veröffentlicht ist. Zudem werden 60% der Maßnahmen der vorherigen Strategie abgelehnt. Die CECU stützt sich bei ihren Berechnungen auf Daten des INE (Instituto Nacional de Estadística) und des Ministeriums für Wohnen. Demnach sind von insgesamt 19,2 Millionen Wohnungen im Land 4.850.359, also 25,16%, in einer prekären Lage, da ihr monatliches Nettoeinkommen unter 1.500 Euro liegt.

Sozialhilfe erreicht nur einen teil der bedürftigen
Trotz der hohen Zahl von Haushalten in Energiearmut erhielten im Dezember 2025 lediglich 1.725.902 Haushalte die Sozialhilfe. Das bedeutet, dass diese Unterstützung nur 35,6% der Haushalte erreicht, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Nur etwa 8,98% aller spanischen Haushalte profitieren von dieser Hilfe. Es ist frustrierend zu sehen, dass so viele Menschen durch das Raster fallen. Wir müssen sicherstellen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird.

Extremadura am stärksten betroffen
Die Region Extremadura ist laut CECU am stärksten von Energiearmut betroffen. Von den insgesamt 7.760 Haushalten, die als schwerwiegend gefährdet und vom Ausschluss bedroht anerkannt wurden, befinden sich 6.310 in Extremadura. Es folgen 774 in Galicien und 362 in Andalusien. In La Rioja, Ceuta und Melilla wurden demnach keine Haushalte als schwerwiegend gefährdet eingestuft. Das wirft die Frage auf, ob die Situation in diesen Regionen tatsächlich besser ist oder ob die Bedarfe nicht erkannt werden.
Forderungen der cecu
Die CECU fordert die Automatisierung des Zugangs zur Sozialhilfe, bis eine einkommensabhängige Sozialtarifeinführung, ähnlich wie in Portugal, realisiert ist. Darüber hinaus wird die Anwendung des Vorsorgeprinzips gefordert, wie es bereits im katalanischen Gesetz anerkannt ist, um Versorgungsunterbrechungen bei Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Es ist wichtig, dass niemand im Winter im Dunkeln sitzen muss, weil er seine Rechnungen nicht bezahlen kann.
Die frage nach der verantwortung
Soledad Montero von der CECU betont: „Es ist überraschend, dass es Regionen gibt, in denen kein einziger Haushalt als schwerwiegend gefährdet anerkannt wird. Bedeutet das, dass es keine gibt? Nein. Es bedeutet, dass sie nicht erkannt, nicht bedient oder nicht deklariert werden.“ Sie stellt die Frage, ob die Verantwortung für diese Versorgung auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der zuständigen Sozialdienste übertragen wird und ob dafür ausreichend Budgets bereitgestellt werden. Diese Frage muss dringend beantwortet werden.
