Energie cottbus jagt die tabellenspitze – gelingt der coup in stuttgart?
Es ist einer dieser Dienstagabende, an denen ein ganzer Herbst Arbeit auf dem Spiel steht. Energie Cottbus reist am 3. März 2026 zur U23 des VfB Stuttgart – Anstoß um 19 Uhr – und braucht dringend drei Punkte. Nicht irgendeinen Sieg. Den richtigen. Denn nur wenn gleichzeitig der VfL Osnabrück patzt, kehren die Lausitzer auf Platz eins der 3. Liga zurück.
Drei tore rückstand – und ein samstag, der zu teuer war
Das magere 0:0 gegen den SC Verl am vergangenen Wochenende hat Cottbus den ersten Tabellenplatz gekostet. Seitdem trennen die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz und den Spitzenreiter aus Osnabrück gerade einmal drei Tore Differenz – eine Kleinigkeit auf dem Papier, eine Ewigkeit im Kopf. Wollitz will seine Elf wieder dorthin bringen, wo sie hingehört: ganz oben. Und er weiß, dass ein weiterer Punktverlust den Vorsprung auf die Verfolger gefährlich schmelzen lässt.

Warum stuttgart kein einfaches pflaster ist
Die U23 des VfB gilt als wankelmütig – das ist das freundliche Wort dafür. Junge Spieler, kurze Formkurven, unberechenbare Leistungen. Trotzdem: In den letzten beiden Heimspielen schlugen die Schwaben 1860 München und Waldhof Mannheim. Das ist kein Zufall, das ist ein Signal. Cottbus ist gewarnt.
Für Energie läuft die Saison bisher bemerkenswert stabil. Eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage steht in den Büchern. Heute Abend könnte daraus neun werden – oder die Serie reißt ausgerechnet im falschen Moment.

Die aufstellungen stehen fest
Trainer Wollitz setzt auf folgende Elf: Funk im Tor, davor Straudi, Awortwie-Grant, Manu und Lucoqui. Im Mittelfeld beginnen Pelivan, Michelbrink und Boziaris. Den Angriff bilden Biankadi, Engelhardt und Butler.
Der VfB Stuttgart II startet mit Hellstern zwischen den Pfosten. Die Abwehrkette besteht aus Olivier, Köhler, Groiß und Spalt. Im Zentrum agieren die Benedetto und Catovic, dahinter Darvich, Sessa und Diehl als Verbindung zum Stürmer Herwerth.
Was heute abend wirklich zählt
Cottbus-Routinier Tolga Cigerci steht sinnbildlich für das, was diese Mannschaft ausmacht: Erfahrung, die in entscheidenden Momenten den Unterschied macht. Die Lausitzer wissen, wie man Druck verwaltet. Ob das gegen eine hungrige Stuttgarter Nachwuchstruppe reicht, entscheidet sich auf dem Rasen – nicht in der Tabellenkalkulation.
Fakt ist: Cottbus hat heute Abend alles selbst in der Hand. Das ist mehr, als viele Klubs in dieser Phase einer Saison von sich behaupten können.
