Energie cottbus: awortwie-grant spricht über strittige entscheidung und seinen aufstieg
Energie cottbus: awortwie-grant spricht über strittige entscheidung und seinen aufstieg
Nyamekye Awortwie-Grant, Verteidiger von Energie Cottbus, hat im Interview mit dem rbb über die umstrittene Schiedsrichterentscheidung im Spiel gegen Waldhof Mannheim und seinen bemerkenswerten Karriereweg gesprochen. Der 20-Jährige, der vor einigen Jahren noch in der sechsten Liga spielte, hat sich zu einem Leistungsträger im Cottbusser Team entwickelt.
Die strittige szene gegen mannheim
Das Spiel gegen Waldhof Mannheim war von einer umstrittenen Szene geprägt. Awortwie-Grant war überzeugt, dass sein Kopfball die Torlinie überquert hatte, doch der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen. "Wir haben uns das nach dem Spiel hundertmal angeschaut. Es ist schade", so Awortwie-Grant. Dennoch blickt das Team positiv nach vorn: "Wir stehen trotzdem ganz oben und gewinnen einfach jetzt am Sonntag."

Kein betrugsverdacht
Trotz der verpassten Chance und der Enttäuschung sieht Awortwie-Grant die Situation sportlich. "Nein, es war wirklich auch nicht leicht für den Schiedsrichter. Er macht das doch nicht, um mich zu betrügen. So ist der Sport", erklärte er im Interview. Diese Einstellung zeugt von großer Fairness und Sportsgeist des Spielers.

Der späte aufstieg
Awortwie-Grant’s Karriere nahm erst spät Fahrt auf. Vor wenigen Jahren noch in der Regionalliga, ist er nun ein wichtiger Bestandteil des Drittligateams. "Im Fußball gibt es manchmal verrückte Wege. Ich bin sicherlich ein Spätzünder", gestand er. Entscheidend für seinen Aufstieg waren die Menschen, die er auf seinem Weg getroffen hat und das Vertrauen, das er erhalten hat.
Die rolle von trainer wollitz
Ein besonderes Lob widmete Awortwie-Grant seinem Trainer Claus-Dieter Wollitz. "Er gibt mir das Vertrauen, von dem ich schon sprach. Daran wachse ich enorm. Er ist ein Trainer, der viel Mut einfordert." Wollitz’ Vertrauen in den jungen Spieler scheint sich auszuzahlen, denn Awortwie-Grant ist mittlerweile Stammspieler bei Energie Cottbus.

Leben in der lausitz
Der gebürtige Süddeutsche beschreibt das Leben in der Lausitz als positiv überraschend. "Ich sage ihnen, dass es deutlich besser ist als ich es erwartet habe. Ich hatte bis zum Sommer kein wirkliches Bild von der Region. Die Stadt lebt Fußball. Ich finde es auch sehr grün hier, das ist schön.", erzählte er über seine Eindrücke.
Der traum von der 2. bundesliga
Awortwie-Grant blickt ambitioniert in die Zukunft. "Ich habe schon immer nach oben geschaut. Spätestens seit dem Schritt zu Cottbus sehe ich, dass viel möglich ist - Dinge, die vor ein paar Jahren noch undenkbar waren. Deswegen ist es jetzt mein festes Ziel. Das möchte ich erreichen.", so der junge Verteidiger. Der Traum von der 2. Bundesliga ist für ihn ein starker Motivator.
