Embolo: der querkopf, der jedes turnier prägt

Breel Embolo. Dieser Name hallt bei jedem grossen Turnier der Schweizer Nationalmannschaft wider – und das meist schon am ersten Spieltag. Nach seinem entscheidenden Elfmeter gegen Katar ist klar: Der Stade-Renne-Stürmer hat eine bemerkenswerte Tradition begründet.

Eine karriere, die in der eröffnungsphase blüht

Eine karriere, die in der eröffnungsphase blüht

Es begann bei der Europameisterschaft 2021 in Wales. Der frühe Treffer, der die Schweizer Hoffnungen weckte, war sein erstes Tor bei einem internationalen Grossanlass. Ein Versprechen, das er seitdem konsequent einlöst. Auch beim WM-Auftritt in Katar war Embolo zur Stelle, um sein Team in Führung zu bringen. Doch die Geschichte kennt auch bittere Enden: Das Aus gegen Portugal im Achtelfinale und bereits 2022 das frühe Scheitern nach dem Spiel gegen Kamerun.

Die Erwartungen vor der EM 2024 waren hoch, und die Verletzung schien Embolo auszufallen zu lassen. Trainer Murat Yakin betonte: „Wir haben keinen anderen Stürmer wie Breel.“ Eine Aussage, die die Bedeutung des Spielers für die Mannschaft unterstreicht. Und tatsächlich stand Embolo am Ende auf dem Platz, auch wenn er diesmal nicht derjenige war, der das Tor erzielte. Sein später Treffer sicherte dem Team schliesslich den Sieg gegen Ungarn.

Der wiederholte Verlauf der Ereignisse ist auffällig: Embolo scheint sich regelmässig in Schlüsselmomente zu entwickeln, auch wenn die Reise oft im Viertelfinale endet – wie nun auch gegen England nach einem dramatischen Elfmeterschießen. Die Bilanz liest sich wie ein Déjà-vu. Katar, die EM, jetzt England. Immer im Viertelfinale, immer eine bittere Niederlage.

Die Tatsache, dass Embolo in entscheidenden Momenten auftaucht, ist unbestreitbar. Aber die Frage ist: Kann er seine Leistung in den kommenden Spielen aufrechterhalten und endlich den Fluch des Viertelfinales brechen? Sein Elfmeter gegen Katar war der Beweis seiner Nervenstärke, doch der Weg zum Erfolg ist noch lang. Die Schweiz braucht mehr als nur Embolos Treffer, um den Titel zu holen. Es braucht eine Mannschaft, die geschlossen hinter ihm steht – und die in der Lage ist, die Momentum zu halten, auch wenn die Nerven blank liegen.