Elversberg verschenkt den aufstieg: wagner fordert mehr biss
Die SV Elversberg hat in Fürth nicht nur zwei Tore kassiert, sondern auch ihre Chancen auf den direkten Wiederaufstieg verkürzt. Nach der 0:2-Niederlage schlägt Trainer Vincent Wagner Alarm: Seine Mannschaft spielt zwar schönen Fußball, verliert aber die nötige Härte.
Die xgoals lügen nicht – und doch steht eine null
44 Tore vor dem Spieltag, 1,82 xGoals am Sonntag – und trotzdem kein Treffer. Die Zahlen zeigen: Elversberg dominierte die Partie, scheiterte aber an der eigenen Unvermöglichkeit. Lukas Petkov vergab einen Elfmeter, Immanuel Pherai verzog aus bester Position, David Mokwa traf schon nach fünf Minuten den Pfosten. „Wir standen dreimal allein vor dem Tor“, sagt Wagner. „So etwas bekommst du in der 2. Bundesliga nicht oft geschenkt.“
Dass es trotzdem nicht reichte, liegt nicht nur an der Chancenverwertung. Bereits zum ersten Gegentor köpfte die Abwehr zweimal den Ball unmittelbar zurück – das dritte Mal landete er beim Fürther Kapitän Branimir Hrgota, der aus 22 Metern eiskalt einschoss. „Wir verteidigen lange Bälle nicht konsequent“, moniert Wagner. „So eröffnen wir dem Gegner Tore.“

Heiko vogel lobt – wagner kratzt sich am kopf
SpVgg-Coach Heiko Vogel schwärmt postwendend: „Elversberg ist eine der stärksten Mannschaften, die ich je gesehen habe.“ Doch genau diese Lobhudelei macht Wagner wütend. „Gut Fußball spielen reicht nicht, wenn du am Ende leer ausgehst“, kontert er. „Wir sind zu lieb, zu nett, zu vorhersehbar.“
Die Saison ist noch lang, der Rückstand auf Rang drei beträgt nur zwei Punkte. Doch Wagner fordert einen Mentalitätswechsel: „Wir müssen lernen, Spiele zu managen, Fouls zu ziehen, Chancen eiskalt zu nutzen.“ Sonst bleibt aus dem Aufstiegs-Traum nur ein Sommermärchen.
