Elversberg klettert auf platz zwei: poręba trifft in der 85.

Ein Tor, eine Minute, ein Satz Abstand zu Schalke 04. Die SV Elversberg hat sich am Freitagabend mit einem 1:0 gegen den FC Magdeburg auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga geschoben – und das nach einem Spiel, das lange Zeit nach Unentschieden roch. Łukasz Poręba erlöste die Saarländer in der 85. Minute mit einem Schuss ins lange Eck, der keine Antwort mehr zuließ.

Magdeburg macht elversberg das leben schwer

Wer gedacht hatte, der Tabellenvorletzte würde brav verlieren, wurde früh eines Besseren belehrt. Elversberg begann zwar druckvoll, Petkov und Mokwa prüften die Magdeburger Defensive – doch mit der Zeit übernahmen die Gäste das Kommando. In der 21. Minute scheiterte FCM-Stürmer Mateusz Żukowski kläglich am eigenen Abschluss, SVE-Keeper Kristof musste kaum eingreifen. Zehn Minuten später war es dann ernst: Dariusz Stalmach segelte mit Schwung in den Strafraum, sein Flugkopfball hätte das 0:1 bedeutet. Kristof riss den Arm hoch. Weltklasse-Reflex. Spiel offen.

Wagner greift ein – und elversberg erwacht

Wagner greift ein – und elversberg erwacht

Trainer Vincent Wagner war in der Halbzeitpause alles andere als ruhig. Man muss kein Lippen-Leser sein, um zu ahnen, was in der Kabine gesagt wurde. Kaum angepfiffen, kombinierte die SVE sich zur nächsten Chance – eine gefährliche Hereingabe von Lasse Günther landete gleichzeitig bei Mokwa und Schmahl, die sich gegenseitig im Weg standen. Typisch Fußball. Weiter 0:0.

Wagner handelte. In der 60. Minute brachte er Luca Schnellbacher für Mokwa. Die SVE wurde stärker, erspielte sich Chancen im Minutentakt – aber Magdeburg stellte immer wieder einen Fuß in den Weg. Die Mauer stand. Bis sie es nicht mehr tat.

Poręba knackt die mauer in der 85.

Poręba knackt die mauer in der 85.

Tom Zimmerschied spielte den Pass, wie er im Lehrbuch steht. Łukasz Poręba nahm den Ball an der Strafraumkante, legte sich ihn zurecht und schoss unhaltbar ins lange Eck. 1:0. Elversberg verwaltete die knappe Führung danach mit der Geduld einer Mannschaft, die weiß, was auf dem Spiel steht. Kein Risiko mehr. Drei Punkte.

Das Ergebnis bedeutet: Elversberg ist Tabellenzweiter, direkt hinter Schalke 04, das am selben Abend ebenfalls punkten konnte. Zehn Spieltage bleiben noch – und die Saarländer haben sich das Recht erkämpft, weiter zu träumen. Nächste Station: Freitag, 13. März, beim Tabellenletzten Greuther Fürth. Kein Selbstläufer, das weiß inzwischen auch der Letzte in Elversberg.