Elversberg: aufstiegsträume leben trotz schalke-pleite!
Die SV Elversberg hat im Duell gegen Schalke 04 einen Rückschlag erlitten, doch der Traum von der Bundesliga ist keineswegs ausgeträumt. Während die Königsblauen ihre Tabellenführung weiter ausbauen konnten, hält Elversberg den Anschluss an die Spitzengruppe und könnte am Samstag schon wieder einen entscheidenden Schritt nach vorne machen.

Die erinnerung an die vorsaison spornt an
Vor einem Jahr katapultierte sich die SVE unter Horst Steffen förmlich in den Aufstiegsrennen. Wie ein Phönix aus der Asche erhob sich der Verein und hielt lange Zeit Köln und Hamburg in Schach, bevor man am Ende knapp die Relegation verpasste. Diese Erfahrung lastet nicht als Bürde, sondern als Motivation. Auch in dieser Saison, trotz eines enormen Substanzverlustes – Abgänge wie Maurice Neubauer, Robin Fellhauer, Semih Sahin, Muhammed Damar und insbesondere der Top-Torjäger Fisnik Asllani hinterließen eine Lücke – zeigt Elversberg, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der Wintertransfer von Younes Ebnoutalib zu Eintracht Frankfurt tat seine Wirkung nicht unbedingt positiv, aber die Mannschaft ist gewappnet.
Die Ausgangslage vor dem 30. Spieltag gleicht in vielerlei Hinsicht der Vorsaison. Damals rangierte Elversberg inmitten eines bunten Treibens von sechs Mannschaften, die sich lediglich durch wenige Punkte voneinander trennten. Auch heute kämpfen nur noch drei Teams – Hannover (53 Punkte), Elversberg (52 Punkte) und Darmstadt (50 Punkte) – intensiv um den direkten Aufstiegsplatz. Schalke (58) und Paderborn (57) haben sich, ähnlich wie HSV und Köln im Vorjahr, bereits etwas abgegesetzt.
„Wir sind immer noch Elversberg, außer unseren Fans interessiert sich keiner für uns“, so Kapitän Lukas Pinckert, der sich sichtlich wohl in der Rolle des Underdogs fühlt – eine Rolle, die der Verein nach seinen Leistungen in den vergangenen Jahren eigentlich nicht mehr einnehmen sollte. Der direkte Aufstieg ist für den 26-Jährigen zwar noch im Bereich des Möglichen, doch der Rückstand von fünf Punkten auf den zweiten Platz schreckt ihn nicht.
Am kommenden Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bietet sich Elversberg die Chance, die eigene Position zu verbessern, wenn man im Heimspiel auf den Karlsruher SC trifft. Gleichzeitig kommt es am Samstag zu einem direkten Duell zwischen Hannover und Paderborn, das die Spannung weiter erhöhen wird. Die Wagner-Schützlinge haben im letzten Spiel gegen Schalke eine bittere Erfahrung gemacht, doch der Coach gestand: „Es hat ein bisschen gedauert, sich zu erholen.“ Nun gilt es, so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, auch ohne die verletzten Bambasé Conté und Felix Keidel.
Vielleicht steht Elversberg nach dem 30. Spieltag sogar besser da als in der Vorsaison, als lediglich der vierte Platz zu Buche schlug. Die Ambitionen sind da, die Mannschaft ist hungrig und die Fans stehen geschlossen hinter dem Team. Elversberg lässt sich nicht entmutigen und kämpft weiter um den Traum von der Bundesliga – ein Traum, der trotz des Schalke-Rückschlags noch immer in greifbarer Nähe liegt.
