Elustondo könnte abschied nehmen: real sociedad vor zwangstausch?
Ein ungewöhnlicher Umbruch steht bevor: Wegen einer Gelbsperre für Jon Martín und der Verletzung von Igor Zubeldia könnte Aritz Elustondo, ein Urgestein der Real Sociedad, bereits am Samstag gegen Alavés seinen ersten Startelfeinsatz unter Pellegrino Matarazzo erleben. Doch hinter dieser vermeintlichen Chance verbirgt sich eine bittere Realität für den erfahrenen Verteidiger.

Die sinkende bedeutung im team
Elustondo, der in seiner elften Saison für die txuri-urdin steht, erlebt eine der unbedeutendsten Phasen seiner Karriere. Von 37 gespielten Partien durfte er lediglich fünf von Beginn an bestreiten, was ihm nur 537 Einsatzminuten einbrachte – ein trauriger Kontrast zu seinen über 300 Spielen in der Vergangenheit. Letzte Saison war er noch in 35 Spielen dabei, davon 24 von Anfang an. Die Ankunft von Matarazzo am Trainerbank hat seine Rolle noch weiter reduziert. Von den bisherigen Begegnungen, darunter die fünf, in denen er in der Startelf stand, lagen die meisten vor der Verpflichtung des Amerikaners. Seitdem kam er nur noch vier Mal zum Einsatz, stets von der Bank kommend.
Die Uhr tickt: Elustondos Vertrag läuft aus
Seine letzte Einsatzminute war am vergangenen Samstag gegen Levante, als er Duje Caleta-Car ersetzte. Dieser Umstand lässt vermuten, dass er gegen Alavés die Rolle des fehlenden Martín übernehmen könnte. Die Alternative, der junge Luken Beitia aus Sanse, scheint jedoch unwahrscheinlich, da er gegen Levante nicht die Rolle des Ersatzmanns für den kroatischen Verteidiger einnahm. Sollte Elustondo am Samstag tatsächlich in der Startelf stehen, wäre es sein erster Einsatz von Beginn an seit dem 20. Dezember – und könnte gleichzeitig einer seiner letzten Auftritte im Trikot der Real Sociedad sein, sofern er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert.
Die Entscheidung, ob er ein Angebot zur Verlängerung annimmt und in einer zweiten Reihe weiter spielt, oder ob er sich nach mehr Einsatzzeit bei einem anderen Verein umsehen wird, liegt nun ganz bei ihm. Er muss abwarten, ob ein Angebot kommt und dann entscheiden, ob er sein Lebenstraum, ein „One Club Man“ zu sein, aufgeben will, um wieder in den Fokus zu rücken. Eine Entscheidung, die ihn emotional belasten wird.
Die Zahlen lügen nicht: Aritz Elustondo ist ein Spieler, der seine Zeit bei der Real Sociedad verdient hat. Ob er diese Zeit noch bekommen wird, ist fraglich. Die Verantwortlichen der Real Sociedad sollten sich bewusst sein, dass sie hier einen Spieler verlieren könnten, der mehr als nur ein Gesicht des Vereins ist – einen Spieler, der das Herz und die Seele der txuri-urdin verkörpert. Es wäre ein Verlust, der über sportliche Aspekte hinausgeht.
