Eliasn97 krönt sich zum fünften mal – und rosemondy schreibt geschichte
200.000 Stimmen, ein Duell auf Messers Schneide und eine Streaming-Queen, die ihren Thron verteidigt: Die EarlyGame Awards 2026 haben die deutsche Creator-Szene erneut zum Beben gebracht. Elias Nerlich setzt sich mit gerade mal 2.000 Votes vor Niklas-Wilson Sommer durch, sichert sich die Trophäe als Gamer of the Year – Rekord Nummer fünf für den Sachsen.
Rosemondy macht das, was vor ihr noch keiner schaffte
Während EliasN97 seine Sammlung erweitert, schnürt Rosemondy das Double. Die 28-Jährige gewinnt Streamerin of the Year zum zweiten Mal in Folge – ein Novum in der Geschichte der Awards. Keine andere Content-Erstellerin konnte diesen Titel je verteidigen. Ihr Geheimnis: konstante Interaktion mit der Community und ein Sendeplan, der selbst Nachtschwärmern keine Pause gönnt.
Das Rennen um den Königstitel war so eng, dass Sommer seine Wahlkampagne auf TikTok mit Fake-Wahlplakaten bis zur letzten Sekunde pushte. Die Masche zahlte sich nicht für den Hauptpreis aus, aber die Jury kürte ihn zum ersten MVP (Most Valuable Player) der Awards-Geschichte. Eine Trophäe für den kreativsten Wahlkampf – mehr Stimmen hatte die neu eingeführte Kategorie nicht nötig.

Eintracht spandau setzt auf markenpower statt nur matchpower
Im eSport-Bereich schlägt Eintracht Spandau zu. Das LoL-Team um Toplaner Pride holt sich den Titel Team of the Year, obwohl sportlich 2025 keine internationale Trophäe heraussprang. Entscheidend: Die Berliner bauen ihre Marke konsequent auf Twitch und YouTube aus, ziehen mit Community-Events in die Hallen und liefern Content statt nur Clips. Das zahlt sich bei einer Abstimmung aus, in der Fans, nicht Analysten, das Sagen haben.
Die Awards selbst sind längst mehr als ein goldener Pokal. TakeTV verwandelte die Halle in Bochum in ein Live-Studio, DVAG, Euronics und uRage finanzieren das Spektakel – und zwischendrin sammeln die Moderatoren für Laureus Sport for Good. Unterhaltung mit Hintergrund, das wirkt.
Die vollständige siegerliste – und was sie über 2026 verrät
Die Charts spiegeln den Shift zum Unterhaltungsstreamer: Knossi gewinnt „Chaos mit Herz“, Metashi kassiert „Feel Good Streamer“. Der Durchbruch gelingt HannaStue als „Upcoming Streamer of the Year“, während Kalle mit „Non-Mainstreamer“ beweist, dass Nischencontent nicht gleich Randgruppe bedeutet. YouTube? Schmobin krallt sich den Preis, obwohl die Plattform bei jungen Zuschauern längst hinter Twitch liegt.
Die Botschaft ist klar: Die deutsche Creator-Szene wächst zusammen, egal ob Arena oder Battle-Royale. Und wer glaubt, hier geht es nur um Spielstände, verpasst, dass hinter jedem Vote ein Follow, ein Sub, ein Community-Call steht. 200.000 Mal haben Fans ihre Stimme abgegeben – und damit genau das unterstrichen, was EliasN97 in seinem Sieges-Stream sagte: „Ihr seid der Boss, ich bin nur der Controller.“
