Elettra lamborghini übernimmt rai-kommentar für esc 2026 in wien

Die Rai setzt auf Pop-Exzess statt Talk-Erfahrung: Elettra Lamborghini wird gemeinsam mit Gabriele Corsi die italienische Übertragung des Eurovision Song Contest 2026 aus Wien kommentieren. Die Entscheidung fiel offiziell am Freitag, während der Präsentation der neuen „Canzonissima“-Staffel – und sorgt sofort für hitzige Debatten in Rom.

Warum lamborghini? die rai antwortet mit quote

Interne Zahlen sprechen eine klare Sprache: Elettras Auftritt beim Sanremo-Festival zog durchschnittlich 1,3 Mio. Zuschauer:innen in der Zielgruppe 15-44 an, ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Senderriege ist das Argument stärker als jede journalistische Bedenkenkultur. „Wir brauchen Energie, keine Lehrstunden“, sagte ein Rai-Manager, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die 29-Jährige löst Big Mama ab – jene Moderatorin, die 2025 für Aufregung sorgte, als sie Österreichs Sieg gegen Israel mit einem Jubel-Tweet begleitete. Die Rai will mit dem Wechsel Kontinuität und Provokation zugleich: Corsi liefert seit fünf Jahren stabilen Durchschnitt, Lamborghini liefert Meme-Potenzial.

Sal da vinci muss 22 sekunden kürzen – und das ist keine kleinigkeit

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Während sich die Social-Media-Abteilungen über Elettras Instagram-Stories freuen, sitzt der eigentliche Star in Neapel im Proberaum: Sal Da Vinci. Sein Sanremo-Sieger „Per sempre si“ läuft aktuell 3:22 Minuten – für den ESC unzulässig. „Jede Sekunde kostet Emotion“, sagte Produzent Marcello Sacchetta. Das Team experimentiert mit einem halben Tonfall Tiefe und einem neuen Schlusschord, um die Zeitmarke einzuhalten, ohne den dramatischen Bogen zu sprengen.

Die Bulgaren sind zurück, die Rumänen auch – 35 Länder werden in der Wiener Stadthalle antreten. Die Halbfinals finden am 12. und 14. Mai statt, das Finale zwei Tage später. Für Italien ist der Wettbewerb mehr als ein Song-Wettstreit: Es ist ein PR-Feldzug für die Rai, die nach Jahren des Quotentiefs wieder jung wirken will.

Ob das klappt, entscheidet sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Kommentar-Boxen-Paar Lamborghini/Corsi. Wenn Elettra während der Slowenen-Performance plötzlich von „festini bilaterali“ schwärmt, wird das Netz binnen Sekunden explodieren. Die Rai winkt ab: „Genau das wollen wir.“ Die Strategie lautet: Skandal vorprogrammieren, Shitstorm einkalkuliert. Die Quote steigt – und mit ihr die Werbegelder. Ende der Durchsage.