Eldense überlebt in tarazona: sieg mit zehn mann, herz und nerven aus stahl

Ein Penalty, ein Platzverweis, ein Auswärtssieg trotz Unterzahl – der CD Eldense schrieb in Tarazona ein Drehbuch, das selbst Hollywood stolz machen würde. Die 2:1-Auswärtsmission liefert den Beweis: Diese Mannschaft trägt momentan Unverwundbarkeit wie ein zweites Trikot.

Nacho quintana liefert die dramatik im doppelpack

Der 26-Jährige trat schon vor der Pause in die Hauptrolle. Minute 26: Er verwandelt den fälligen Strafstoß, Tarazonas Stimmung kippt. Minute 45+2: Gelb-Rot – Quintana raus, Eldense mit nur noch zehn Spielern. „Wir haben in der Kabine nur gesagt: Jetzt wird es Zeit für Rückhalt“, verriet Kapitän Ramón Vila nach Abpfiff. Dass es genau jener Rückhalt gab, war dem nächsten Protagonisten geschuldet.

Rober Ibáñez. Der Name ging durchs Stadion wie ein Donnerschlag. In der 63. Minute tankte er sich auf links durch, zog ab, traf zum 0:2. Die Art von Treffer, der ein ganzes Heimspiel entzaubert. Tarazonas Trainer Claudio Barragán hatte gerade erst seine Offensive mit der Doppelwechsel-Offensive Soto/Armero frisch gemacht – vergeblich. Die Antwort kam postwendend, aber aus dem anderen Strafraum.

Chechu Martínez schaffte das 1:2 in Minute 73 und entfachte noch einmal Hoffnung. Die letzten Viertelstunde war ein Gefecht: Tarazona presste, Eldense verteidigte mit Mann und Maus. David Ruiz blockte zwei Schüsse mit dem Gesicht, Keeper Ramón Vila klärte per Faust gegen Cubillas. Am Ende: drei Punkte, Platz zwei in der Tabelle, sieben Zähler Vorsprung auf die ersten Abstiegsränge.

Die zahlen, die für sich sprechen

Die zahlen, die für sich sprechen

Seit fünf Partien kassierte Eldense nur noch zwei Gegentore – beide nach Standards. Die defensive Achse um Smand, Serra und Ruiz wirkt wie frisch vergossenes Beton. Dazu die effiziente Offensive: Elf Saisontreffer, acht davon nach der Pause. Trainer Juanma Barrero hat seine 5-3-2-Formation perfekt auf Situationsbewusstsein getrimmt.

Tarazona bleibt dagegen im freien Fall. Drei Niederlagen in Folge, nur ein Punkt aus den letzten fünf Spielen. Die Lücke zum rettenden Ufer beträgt bereits fünf Punkte. Die Erkenntnis des Abends: Selbst 54 Minuten in Überzahl reichen nicht, wenn Glaube und Ordnung fehlen.

Für Eldense geht die Reise am Sonntag nach Barcelona zum FC Andorra. Dort will man die Serie ausbauen – und wer weiß, vielleicht schon die Tabellenführung übernehmen. Die Moral ist jedenfalls bestellt, der Stoff für neue Heldensagen liegt bereit.