Elche c.f.: teuerere dauerkarten, aber volle garantie für top-spiele
Schock für die Elche
-Fans: Der Verein hat die Preise für die Dauerkarten der Saison 2026/27 deutlich erhöht. Doch im Gegenzug winkt die Gewissheit, alle 19 Heimspiele in der Liga – darunter die prestigeträchtigen Duelle gegen Real Madrid und Barcelona – im Martínez Valero erleben zu können. Eine Neuerung, die von den Anhängern seit Jahren gefordert wurde.
Umbesetzung im stadion und neue preisstruktur
Die Preisanpassung fällt zeitlich mit einer tiefgreifenden Umstrukturierung des Martínez Valeros zusammen. Ein neues Sektorierungssystem verändert die Sitzplatzverteilung und führt eine aktualisierte Preispolitik ein. Der Verein rechtfertigt diesen Schritt als notwendigen Modernisierungsschritt, der das Stadion besser an die Nachfrage der Fans anpassen soll. Doch die Erhöhungen betreffen alle Bereiche des Stadions.
Die Tribüne Cubierta, die teuerste Option, springt von 695 auf stolze 990 Euro. Im Bereich Preferencia Cubierta Central stieg der Preis von 415 auf 535 Euro (+24,1%), während der Fondo Cubierto um 22,4% auf 355 Euro zulegt. Besonders hart trifft der Anstieg im Fondo Descubierto die Fans: Hier werden 305 Euro fällig, ein Plus von 27,1% gegenüber der vorherigen Saison. Auch die Grada de Animación entgeht der Preiserhöhung nicht und kostet nun 195 Euro, was einem Anstieg von 25,8% entspricht.
Es ist ein Drahtseilakt: Einerseits die finanziellen Bedürfnisse des Vereins, andererseits die Loyalität der treuen Anhänger. Eine weitere Neuerung ist der obligatorische „Carnet Franjiverde“ für Neudauerkartenkäufer. Dieser kostet 49,95 Euro und bietet exklusive Vorteile wie Vorrang beim Erwerb von Tickets für Topspiele (Real Madrid, Barcelona), Rabatte, Zugang zu Spielen des Elche Ilicitano und Elche Femenino sowie Priorität bei Gewinnspielen und Fanreisen.
Die Verantwortlichen wollen damit die Anhängerschaft stärken und für volle Stadien sorgen. Wer sein Dauerkartenabonnement nicht nutzt, wird zur nächsten Saison mit Strafen rechnen müssen. Der Verein schlägt Alternativen vor: Sitzplatz freigeben, weiterverkaufen oder das Abonnement in ein Einzelticket umwandeln. Die Botschaft ist klar: Wer Elche unterstützt, muss auch präsent sein.
Die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Fans langfristig zu binden und die finanzielle Stabilität des Vereins zu gewährleisten, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Der Elche C.F. setzt alles daran, den Weg zurück in die Spitze des spanischen Fußballs zu ebnen – auch wenn das für die Fans teuerer wird.
