El mala zum 35-millionen-mann: brighton jagt köln-talent und relegation zugleich
Saïd El Mala schießt den 1. FC Köln tiefer in den Abstiegskampf – und räumt selbst neben dem Platz das nächste Millionen-Poker ein. Beim 1:1 in Hamburg traf der 19-jährige Flügelflitzer abermals, zog Brighton mit seinem neunten Liga-Tor der Saison endgültig in den Bann und katapultierte sich selbst in die englische Shopping-Liste der Extraklasse.
Brighton legt 35 millionen plus bonus auf den tisch
Die Seagulls haben nach BILD-Informationen die Eltern eingespannt. Sabrina El Mala übernahm zusammen mit ihrem Mann die Beratung der Söhne, trennte sich von der Agentur Footfeel und signalisierte Brighton grünes Licht. Kein Zufall: Im Januar lag ein schriftliches Angebot über 30 Millionen Euro bereits unterschriftsreif in Köln – damals lehnte der FC ab. Jetzt wird nachverhandelt, die Ablöse steigt auf 35 Millionen plus mögliche Boni und eine Weiterverkaufsbeteiligung.
Tim Steidten, frisch verpflichteter Direktor Kaderplanung und alter Hase im Briten-Business, sitzt erstmals mit am Tisch. Der 46-Jährige kennt die Premier-League-Tricks aus seiner Zeit bei West Ham und wird laut Vereinsinternen „die Preis-Schwelle nach oben schrauben“. Für Köln ist das Rettungsgeld: Mit 35 Millionen ließe sich der geplatzte Etat flicken und zugleich ein Ersatz aufbauen, der vielleicht sogar rettet.

Doppelpakt: brighton will auch bruder malek
Der Deal hat einen Haken – oder besser: einen Zusatz. Brighton pocht nicht nur auf Saïd, sondern verlangt dessen ein Jahr älteren Bruder Malek gleich mit. Der Mittelfeldstratege schlägt sich in der Regionalliga-U21 des FC wacker, doch die Premier-League-Scouts sehen in ihm einen „systemkompatiblen Ballverwerter“, wie es intern heißt. Chelsea und Newcastle dagegen buhlen ausschließlich um Saïd und würden den Bruder aussortieren – ein Machtpoker, der die Eltern ins Lager Brightons treibt.
Saïd selbst könnte binnen fünf Jahren rund 20 Millionen Euro einstreifen, sollte er alle Bonusstufen knacken. Die Summe wäre für einen 19-Jährigen aus der zweiten Bundesliga ein Vermögen – und gleichzeitig ein Befreiungsschlag für einen Traditionsklub, der am grünen Tisch überleben muss, weil er auf dem Rasen strauchelt.

Zeitplan: schnellzug vor dem derby
Eine rasche Einigung würde allen Seiten nutzen. Brighton sichert sich das Talent vor dem Sommer-Wettbewerb, der FC tankt Kasse und Saïd kann sich – so paradox es klingt – wieder auf den Abstiegskampf konzentrieren. Das nächste Spiegel-Finish steht bereits am Freitag an: das Rhein-Duell gegen Gladbach. Ein Sieg würde Köln auf einen Nicht-Abstiegsplatz hieven und El Malas Transfermaklern noch mehr Verhandlungsmasse liefern.
Die Botschaft ist klar: Wer Köln retten will, muss zuerst Brighton zahlen. Und El Mala? Er schießt weiter, bis die Kasse klingelt – egal, ob das Tor am Ende den Klassenerhalt oder die 35-Millionen-Abfindung bedeutet.
