El mala verpasst wm: nagelsmann setzt auf andere offensivkräfte
Schalke – Ein Schock für die Fans des 1. FC Köln und eine bittere Enttäuschung für Said El Mala: Der Shootingstar des Bundesligisten wird bei der anstehenden Weltmeisterschaft nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann berücksichtigt. Die Entscheidung des DFB-Teams sorgt für Diskussionen und Unverständnis in Köln, während Nagelsmann seine Auswahl begründet.

Köln zeigt verständnis, äußert aber bedauern
„Wir als FC-Familie sind natürlich sehr enttäuscht“, erklärte Geschäftsführer Thomas Kessler gegenüber den Kölner Medien. „Said hat sich diese WM-Teilnahme mit seinen Leistungen in dieser Saison verdient. Wir sind unglaublich stolz auf ihn und seine Entwicklung beim 1. FC Köln.“ Trotz der Enttäuschung akzeptiert der Verein die Entscheidung des Bundestrainers, betont aber El Malas Potenzial und ist überzeugt, dass er in Zukunft eine wichtige Rolle im Nationalteam spielen wird. Seine 18 Scorerpunkte in der ersten Bundesliga-Saison sprechen eine deutliche Sprache.
Nagelsmanns Abwägung: Konterstärke gegen taktische Flexibilität
Die Gründe für Nagelsmanns Entscheidung liegen in der taktischen Ausrichtung der Nationalmannschaft. Während El Mala in Köln vor allem als torgefährlicher Linksaußen brillierte, sieht Nagelsmann ihn nicht ideal in das Konzept der DFB-Elf für die WM passen. „Er hat eine tolle Rückrunde gespielt und passt natürlich auch sehr gut zu der Spielidee von Köln“, räumte Nagelsmann ein. „Aber die Frage war: Ist er schon so weit für unsere Spielidee in einer anderen Angriffshöhe?“ Der Bundestrainer betonte, dass er bei der Auswahl auf Spieler setze, die speziell im Konterspiel eine Verstärkung darstellen. Hier sieht er in Maximilian Beier einen klaren Vorteil.
Es ist ein Balanceakt: El Malas Vorliebe für das Spiel nahe am eigenen Tor, seine Tendenz, sich im Angriffsdrittel zu positionieren, steht im Gegensatz zu dem Bedarf an schnellen Kontern, die Nagelsmann für die WM sieht. Die Entscheidung ist hart, aber Nagelsmann scheint überzeugt, dass Beiers Tempo und seine Mentalität in dieser Hinsicht entscheidend sind.
Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, zeigte sich ebenfalls überrascht von der Entscheidung. „Das sind doch die besten Spieler, die wir in Deutschland haben!“, kommentierte Matthäus bei „Lothar legt los“ bei Bild. Seine Kritik unterstreicht die Kontroverse, die Nagelsmanns Entscheidung ausgelöst hat.
Die Zukunft gehört El Mala
Nagelsmann ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass El Mala in Zukunft eine wichtige Rolle im Nationalteam spielen wird. „Saids Zukunft wird kommen“, versprach der Bundestrainer. „Klar ist, so ein Gespräch ist immer kompliziert.“ Der 1. FC Köln teilte ebenfalls eine aufmunternde Botschaft über Instagram: „Lieber Said, deine Zeit im DFB-Team wird kommen!“. Es bleibt abzuwarten, wie sich El Mala aus dieser Situation befreien und seine Karriere vorantreiben wird.
