Eishockey-wm: traum vom viertelfinale platzt für deutschland!
Schock für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft: Nach dem knappen 6:2 gegen Österreich am Samstagabend schwinden die Hoffnungen auf ein Weiterkommen ins Viertelfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz dramatisch. Ein glücklicher Sieg reicht nicht, wenn die Konkurrenz punktet – und Lettland ließ Deutschland mit einem 4:2-Erfolg gegen die USA keine Chance.
Die ernüchterung nach jahren der stagnation
Es ist eine bittere Erkenntnis für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB): Deutschland verpasst zum dritten Mal in Folge die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Während andere Nationen, allen voran Österreich, in den letzten Jahren deutlich an Qualität gewonnen haben, stagniert unser Eishockey. Die Alpenrepublik, einst ein vermeintlicher Angstgegner, steht Deutschland nun in keiner Weise mehr nach.
Die Entwicklung ist besorgniserregend, denn auch in den nationalen Ligen zeigen die ausländischen Lizenzspieler bei österreichischen Klubs eine Leistung, die derer in der DEL in nichts nachsteht – oder sie sogar übertrifft. Die Frage, die sich nun stellt: Wo investiert Österreich mehr Geld, und wo hakt Deutschland nach?
Das Spiel gegen Österreich begann ausgeglichen mit einem 3:3 Torschussverhältnis nach zehn Minuten. Doch im weiteren Verlauf der Begegnung zeigte sich, dass die Österreicher taktisch besser eingestellt waren. Philipp Grubauer im deutschen Tor hielt, was er konnte, aber auch ein starker Rückhalt kann ein Team nicht ins Viertelfinale retten.
Leon Wallner brachte Österreich in Führung (0:1, Minute 23), doch Lukas Reichel glich nur kurz darauf aus (1:1, Minute 24). Die Österreicher bewiesen jedoch, dass sie das Spiel kontrollieren konnten. Josh Samanski sorgte für die Wende (2:1, Minute 34) und Lukas Reichel vollendete mit seinem dritten Tor im Spiel die Überzahlaktion und sicherte den scheinbaren Sieg (3:1, Minute 46). Manuel Wiederer erhöhte auf 4:1 (Minute 49), bevor Vincenz Rohrer den Anschluss gelang (4:2, Minute 49).

Die frage nach der fitness und der belastung
Die deutsche Mannschaft wirkte angeschlagen. Nach dem anstrengenden Spiel gegen Ungarn am Vortag und den Dauereinsätzen der ersten Angriffsformation, die um Reichel, Samanski und Tiffels gebildet wird, fehlte die nötige Frische. Die Österreicher, die zwei Tage spielfrei waren, konnten ihre Kräfte besser einsetzen.
Die Wahrheit ist: Die deutsche Mannschaft hat zwar gut gespielt, aber es reicht nicht. Nicht, wenn man die Ergebnisse der anderen Teams betrachtet. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind dahin. Der Traum vom Viertelfinale ist geplatzt. Die Heim-WM 2027 rückt näher, doch die aktuelle Leistung gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Es braucht eine grundlegende Überprüfung der Strukturen und eine Investition in die Zukunft, um verhindern zu können, dass Deutschland in weiteren Jahren bei Weltmeisterschaften nur Zuschauerrolle spielt.
