Eishockey-wm: deutschland am abgrund – müller fordert „drecksack“!

Schock in Deutschland! Die Nationalmannschaft steht bei der Eishockey-WM 2026 bereits nach zwei Spielen mit dem Rücken zur Wand. Die Niederlagen gegen Finnland und vor allem gegen Lettland haben die Stimmung im Team und bei den Fans auf den Tiefpunkt getrieben. Das Aus in der Gruppenphase droht, und die Suche nach den Ursachen für diese erschreckende Leistungslosigkeit beginnt.

Der fehlende „drecksack“ im team

Der ehemalige Kapitän Moritz Müller (39) hat im Podcast „Die Eishockey Show“ von Magenta Sport eine ungewöhnliche These aufgestellt: Dem Team fehle ein „Drecksack“ – ein Spieler, der unkonventionell für Unruhe sorgt, der Gegner überrennt und vor allem den Willen besitzt, um jeden Preis ein Tor zu erzielen. „Einer, der mal ins Tor reinrumpelt, auch wenn er dafür jemanden umwirft“, so Müller.

Besonders gegen Lettland, ein Team, das man keineswegs unterschätzen sollte, hatte Müller das Gefühl, dass die deutsche Mannschaft noch 60 Minuten hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Die Letten wirkten physisch überlegen, die Zweikämpfe waren intensiv, und die deutschen Spieler schienen anfangs überrascht von dieser Härte.

Die Special-Team-Offensive versagt Ein weiteres Problem ist die erschreckende Bilanz des Special Teams. Im Powerplay gelang bislang kein einziger Treffer, während es in Unterzahl bereits Gegentore gab. Das ist ein alarmierendes Zeichen, das dringend behoben werden muss.

Neuer impuls gefragt: das meeting muss sitzen

Neuer impuls gefragt: das meeting muss sitzen

Vor dem entscheidenden Duell gegen die Schweiz am Montag (20.20 Uhr, live auf ProSieben) ist ein Umdenken gefordert. Müller plädiert für ein „angeleitetes Meeting“, in dem die Spieler einen klaren Plan entwickeln und ihren Glauben an diesen Plan wiederherstellen. „Es muss ehrlich analysiert werden, was schief läuft, und offen angesprochen werden“, betont der ehemalige Kapitän. Die Art und Weise, wie das Spiel gespielt wird, ist richtungsweisend für das gesamte Gefühl der Mannschaft.

Die Schweiz, die mit zwei überzeugenden Siegen gegen die USA und Lettland in die Heim-WM gestartet ist, stellt eine weitere schwere Hürde dar. Doch die deutsche Mannschaft muss sich jetzt zusammenreißen und alles daran setzen, um den Turnaround zu schaffen. Die WM-Zukunft der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft hängt davon ab.

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