Eishockey-schock: deutschland verpatzt wm-auftakt!
Zürich – Der Traum vom Viertelfinaleinsteig bei der Eishockey-Weltmeisterschaft ist in Gefahr. Die deutsche Nationalmannschaft hat einen katastrophalen Start hingelegt und unterlag Lettland mit 0:2. Harold Kreis, der Bundestrainer, wirkte sichtlich frustriert und sprach von einer Mannschaft, die sich in der Kabine genauso schlecht fühlt wie er selbst.
Offensive im tief – gudlevskis unantastbar
Die Leistung der deutschen Angreifer war erschreckend. Kein einziger Treffer in 120 Minuten Spielzeit, kein Powerplaytor! Kristers Gudlevskis im lettischen Tor hatte einen Sahnetag und ließ überhaupt nichts zu. Kreis bemängelte, dass seine Spieler dem Bremerhavener DEL-Keeper die Arbeit zu leicht gemacht hätten. „Wir hatten keinen Verkehr vor dem Tor“, klagte er.
Besonders bitter: Philipp Grubauer, der NHL-Goalie, wirkte beim ersten Gegentreffer durch Martins Dzierkals völlig überrascht. „Grubi hat überhaupt nichts gesehen, er konnte die Scheibe nicht finden“, so Kreis. Die deutsche Mannschaft verbrachte zwar viel Zeit in der Offensivzone, doch es fehlte die Durchschlagskraft.

Spezialteams katastrophal – gegner urlauben
Aber nicht nur die Offensive sorgte für Kopfschmerzen. Die „Special Teams“ des DEB-Teams waren eine absolute Katastrophe. In 14 Minuten Powerplay gelang kein einziger Treffer, obwohl Joshua Samanski und Lukas Reichel, zwei NHL-Stürmer, im Team sind. Im direkten Gegenzug erzielten die Letten dreimal in vier Unterzahlsituationen Tore. Rudolfs Balcers traf zum 2:0.
Obwohl der Kapitän Moritz Seider, einer der besten NHL-Verteidiger und ein Spezialist aus der DEL, im Team steht, beträgt die Powerplay-Quote null Prozent und die Penalty-Kill-Quote nur 25 Prozent. Kreis betonte, dass es kein Mangel an Systemverständnis gibt, sondern vielmehr daran liege, dass die Spieler zu sehr auf spielerische Lösungen aus sind und nicht einfach auf das Tor ballern und Nachschüsse suchen.
Die aufgabe: jetzt zählt nur der sieg
Die Lage ist ernst. Um das Weiterkommen zu sichern, müssen die deutschen Spieler gegen Österreich, Ungarn und Großbritannien gewinnen – und zusätzlich einen der großen Favoriten, entweder die Schweiz (Montag, 20.20 Uhr) oder die USA (Mittwoch, 20.20 Uhr), besiegen. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, ob der deutsche Eishockey-Traum weiterlebt. Der Druck steigt, und die Mannschaft muss sich rasch fangen, um den Abstiegskampf zu vermeiden.
