Eishockey-akademie: neue talentschmiede in südtirol!

Ein Modell, das im deutschen Eishockey bisher seinesgleichen sucht: In Südtirol entsteht die Alps Ice Academy, eine private Initiative, die junge Eishockeyspieler nicht nur sportlich, sondern auch schulisch fördert. Zehn lokale Vereine haben sich zusammengetan, um eine neue Generation von Talenten hervorzubringen – und das mit einem Konzept, das an die Erfolge des Club Italia im Fraueneishockey erinnert.

Ein südtiroler vorbild für den deutschen eishockey-nachwuchs

Ein südtiroler vorbild für den deutschen eishockey-nachwuchs

Die Idee entstand im Juli 2023, als sich die Vereine Bolzano, Val Pusteria, Renon, Gardena, Vipiteno, Merano, Egna/Ora, Appiano, Bressanone und Dobbiaco zusammenschlossen. Ein Jahr und ein halbes später kam Caldaro hinzu. Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für junge Eishockeyspieler zu schaffen, die neben dem Training auch eine qualitativ hochwertige schulische Ausbildung erhalten. Anders als das etablierte, bundesweit ausgerichtete Modell im Fraueneishockey, das vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) getragen wird, agiert die Alps Ice Academy als privates und regional verankertes Projekt.

Der Vergleich mit dem Club Italia, der unter Julio Velasco zu zahlreichen Erfolgen im Fraueneishockey führte, ist treffend. Auch hier geht es darum, talentierte Spielerinnen und Spieler zu fördern und ihnen die bestmöglichen Bedingungen für ihre Entwicklung zu bieten. Der Unterschied: Während der Club Italia eine federale Struktur hat, setzt die Alps Ice Academy auf die Stärken der lokalen Vereine und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen.

Die Integration von Sport, Schule und persönlicher Entwicklung ist dabei ein zentraler Baustein. Die jungen Athleten sollen nicht nur auf dem Eis, sondern auch im Klassenzimmer und im Leben lernen. Die Alps Ice Academy versteht sich als eine ganzheitliche Einrichtung, die den jungen Spielern hilft, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Die Zahl der teilnehmenden Vereine und die wachsende Nachfrage nach ihren Angeboten sprechen für sich.

Die Initiative zeigt, dass auch außerhalb der etablierten Strukturen im deutschen Eishockey innovative Wege zur Förderung des Nachwuchses möglich sind. Die Alps Ice Academy könnte ein Modell für andere Regionen sein, die ihre Eishockey-Talente gezielt fördern wollen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Konzept nachhaltig durchsetzen wird, aber der Startschuss in Südtirol ist vielversprechend.