Eisbären bremen am boden: play-off-aus und gebrochene nase!
Schmerz, Tränen und die bittere Erkenntnis: Die Eisbären Bremerhaven haben den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga verpasst. Das entscheidende Duell gegen Phoenix Hagen ging mit 65:85 verloren, ein Nackschlag für die ambitionierten Norddeutschen, die sich in den letzten Jahren enorm entwickelt haben.
Die enttäuschung ist greifbar
Die Halle in Hagen tobte unter dem Jubel der Heimfans, während die Eisbären wie erstarrt am Spielfeldrand standen. Kapitän Adrian Breitlauch, dessen Nase im Spiel einen Bruch erlitten haben soll, versuchte, den mitgereisten Anhängern Mut zu machen, warf ihnen aber auch geformte Herzen zu. Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. „Wir waren ganz nah dran. Es ist ein großer Traum gewesen, den wir jetzt knapp nicht erreicht haben“, so Breitlauch. Der Schmerz sitzt tief, aber die Spieler und Verantwortlichen blicken bereits nach vorne.

Was schief lief?
Trainer Steven Esterkamp sprach von einer „sehr stolzen Mannschaft“, die alles gegeben hatte. Doch die Leistung stimmte einfach nicht. Die Wurfquoten waren miserabel, die Defensive ließ zu viel zu. „65 Punkte zu erzielen, ist einfach zu wenig“, analysierte Geschäftsführer Max Melching. Phoenix Hagen hingegen präsentierte sich als eine gereifte Mannschaft, die ihre Chancen konsequent nutzte. Besonders Chris Harris, der ehemalige Co-Trainer der Eisbären, zeigte, dass er die Stärken und Schwächen seines Ex-Vereins genau kennt.

Ein blick in die zukunft
Trotz des schmerzhaften Ausscheidens dürfen die Eisbären Bremerhaven nicht den Kopf hängen lassen. Sie haben eine großartige Saison gespielt und sind dem Aufstieg sehr nahe gewesen. Max Melching sieht die Zukunft positiv: „Der Standort war seit dem Abstieg noch nie in einer so guten Position: Toller Trainer, tolles Umfeld, tolle Spieler.“ Und Harris, der Coach von Hagen, sieht die Eisbären bereits als ernstzunehmenden Konkurrenten für die nächste Saison. Er hält sie für den „Aufstiegs-Favorit Nummer eins“.
Die Saison ist zwar vorbei, aber die Arbeit geht weiter. Die Eisbären werden sich analysieren, Schlüsse ziehen und im nächsten Jahr noch stärker zurückkommen. Der Traum von der Basketball-Bundesliga ist noch lange nicht begraben.
