Eisbären berlin schlagen zurück: 2:1-führung gegen straubing tigers

Der Titelverteidiger wacht auf. Nach dem 1:5-Debakel in Spiel eins schlugen die Eisbären Berlin in Straubing zurück und sicherten sich mit 4:2 den zweiten Sieg. Die Serie steht 2:1 für Berlin – und plötzlich ist von Schwäche keine Spur mehr.

Serge aubin bleibt unbesiegt in playoff-serien

Der Meistermacher selbst schaut wieder wie der Gewohnte aus. Noch nie hat Aubin mit Berlin eine Serie verloren, und diese Statistik lebt. Nach dem 1:5 war die Kritik laut, doch sein System funktioniert, sobald die ersten Pässe sitzen. Die 4:2-Auswärtsrevanche war kein Glück, sondern ein Lehrstück in effizientem Eishockey.

Lester Lancaster traf nach vier Minuten, Marcel Noebels krönte sein 100. Playoffspiel mit dem 2:1, und Lean Bergmann schraubte den Gegner mit dem 3:2 in die Anzeigetafel. Ty Ronning legte in der 29. Minute nach – ein Schuss, der wie ein Signal durch die Liga geht. Straubing kam trotz mehrerer Überzahlsituationen nicht mehr heran, weil Berlin hinten die Räume zustellte und vorne die Scheibe nicht mehr hergab.

Powerplay-sorgen und ein torhüter mit antworten

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Die Tigers lagen in Dritt zwei und drei fast sieben Minuten in Überzahl, doch Keeper Kevin Poulin ließ nichts mehr anbrennen. Die Berliner Box spielte mit dem Messer zwischen den Zähnen – jedes Mal war klar: hier kommt kein Puck durch. Michael Connolly und Marcel Brandt hatten zwischenzeitlich ausgeglichen, doch das war’s dann auch. Die Schlussphase wurde zur Mauer, aus der die Hausherren nicht mehr herausfanden.

Spiel vier steigt am Dienstag in der Arena am Ostbahnhof. Die Eisbären haben Momentum, die Tigers müssen antworten. In der Playoff-Statistik lautet die Devise: wer 2:1 führt, gewinnt die Serie in 78 % der Fälle. Für Straubing wird es zur reinen Kopfsache – und für Berlin zur nächsten Demonstration der Macht.