Eisbären berlin räumen das tor komplett leer – rodrigue soll die lücke füllen
Die Eisbären Berlin schmeißen das komplette Keeper-Konzept über den Haufen. Stettmer nach Ingolstadt, Hildebrand nach Mannheim – und plötzlich steht Olivier Rodrigue aus Rockford im Fokus. Der Kanadier mit NHL-Airport-Stempel soll die Lücke füllen, doch der Deal hat einen Haken.
Warum rodrigue und warum jetzt?
Stephane Richer sitzt seit Tagen am Phone. Der Sportdirektor hat die Scouting-Reports gewälzt, Videos runter- und hochgespult, bis das Auge brannte. Fazit: Rodrigue ist schnell wie ein Erlkönig auf Kufen, hat in 102 AHL-Spielen diese Saison einen Save-Percentage von 91,7 % und zwei NHL-Einsätze für Edmonton in der Tasche. Die Zahlen überzeugen, die Geschichte auch – bis man die letzte Seite liest.
Denn der 25-Jährige träumt noch von einem NHL-Vertrag mit Chicago. Die Blackhawks halten seine Rechte, nicht Berlin. Richer muss also überzeugen, nicht nur das Gehalt, sondern die Perspektive. „Wir haben schon Oliver Jonas aus dem Nichts geholt“, murmelt ein Clubinsider. „Der wurde 46 und trägt heute noch die Maske.“ Jonas war damals kein Name, wurde aber zur Legende. Rodrigue könnte der nächste Fall werden – wenn er unterschreibt.

Die zweite garde steht schon
Während Rodrigue überlegt, hat Berlin schon die Reserve sicher: Jonas Neffin wechselt von Regensburg an die Spree. 25 Jahre, 1,88 m, deutscher Junioren-Nationaltorwart. Kein Star, aber ein Typ, der in der DEL schon gezeigt hat, dass er 60 Minuten lang zündeln kann. Neffin soll lernen, Rodrigue soll siegebn – so der Plan.
Die Uhr tickt. Die Playoffs laufen, die Planungen für 2026/27 auch. Wenn Rodrigue Nein sagt, muss Richer innerhalb von Tagen einen neuen Kandidaten präsentieren. Die Liga wartet nicht, und die Fans erst recht nicht. Die Message aus der Front ist klar: Wir wollen oben mitspielen, egal wer im Kasten steht.
Am Ende zählt nur, wer im Mai 2027 den Pokal hebt. Ob das Gesicht dabei Rodrigue, Neffin oder ein völlig anderer ist, bleibt offen. Die Eisbären haben den Würfel geworfen – jetzt muss die Kugel rollen.
