Eintracht stolpert in mainz und verschenkt europa-chance

Frankfurt verlässt mit leeren Händen den Mewa-Platz. Die Eintracht dominiert die zweite Hälfte, trifft nur die Latte – und kassiert in der 89. Minute den K.o. Ein 1:2 in Mainz, das sich anfühlt wie ein Sechs-Punkte-Schlag ins Kontor.

Mainz dreht die partie in letzter sekunde

Paul Nebel ist der Mann des Tages. Der Mainzer Youngster trifft doppelt, sein zweiter Treffer fällt, als Frankfurt schon mit dem Punkt hadert. Kaishu Sano läuft 40 Meter ungestört, Weiper scheitert an Zetterer, Nebel schiebt nach. Die Hintermannschaft der Hessen steht wie versteinert, Coach Albert Riera wirft die Arme hoch – das war vermeidbar.

Die erste Hälfte gehört den Nullfünfern. Bereits nach sechs Minuten fälscht Theate einen Nebel-Schuss unhaltbar ab. Frankfurt wirkt kopflos, die Räume zwischen den Linien riesig. Erst ein individueller Flash von Nathaniel Brown bringt die Eintracht zurück. Der Mittelfeldspieler drückt Bahoyas Flanke über die Linie – sein zweiter Treffer im dritten Spiel, aber auch seine letzte Aktion: Muskelprobleme, Auswechslung, Winterpause beginnt früh.

Riera verzichtet auf götze – und verliert die spannung

Riera verzichtet auf götze – und verliert die spannung

Mario Götze sitzt im Trenchcoat auf der Tribüne, Weltmeister ohne Einsatz. Stattdessen rückt Burkardt in die Startelf, soll an alter Wirkungsstätte glänzen. Doch der Sturm wirkt ideenlos, bis auf eine Kopfballchance bleibt er blass. Die Mainzer Abwehr um Kohr und Posch steht tief und sicher, die Lücken bleiben zu.

Nach der Pause wechselt Frankfurt in ein 3-2-5: Chaibi und Doan übernehmen die Flügel, Kalimuendo zieht ins Zentrum. Die Druckphase beginnt. Minute 61: Chaibi nickt die Kugel an die Latte. Minute 70: Doan zwingt Batz zur Glanzparade. Doch die Chancen bleiben ungenutzt – und die Ränge ahnen das Unvermeidliche.

Der var pfeift mainz-ecke ab – und nebel trifft trotzdem

Der var pfeift mainz-ecke ab – und nebel trifft trotzdem

Kuriosum in der 75. Minute: Schiedsrichter Stieler entscheidet auf Strafstoß, dreht die Szene um – Foul von Burkardt im Mittelfeld, Freistoß für Frankfurt. Die Entscheidung ist korrekt, aber sie entlädt die Mainzer. Sano schaltet um, Becker trifft den Doppelpfosten. Die Schlagzeile schreibt sich im Kopf der Fans – bis Nebel den Nagel ins Europacoffin jagt.

33.305 Zuschauer feiern den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Frankfurt bleibt auf Platz fünf, die Champions-League-Ränge rücken in weite Ferne. Die Saison ist noch nicht vorbei, aber die Lektion ist klar: Wer in der Bundesliga nur 45 Minuten spielt, bestraft sich selbst. Die Eintracht muss nun gegen Leverkusen und Leipzig punkten – sonst wird der Frühjahrs-Traum zum Wintermärchen.