Eintracht frankfurt: riera-abgang rückt immer näher – hütter-poker im hintergrund?

Frankfurt fiebert einer entscheidenden Woche entgegen. Die zwischenzeitliche Euphorie um Cheftrainer Albert Riera (44) ist verflogen, und im Verein brodelt es. Nach dem erneuten Rückschlag in Dortmund, wo die Eintracht mit 2:3 unterlag, mehren sich die Stimmen, die einen vorzeitigen Abschied des Spaniers fordern – bereits vor dem Saisonfinale gegen den VfB Stuttgart.

Die bilanz liegt im keller: vier siege aus dreizehn spielen

Die Zahlen lügen nicht: Seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Monaten konnte Riera lediglich vier von dreizehn Spielen mit der Eintracht gewinnen. Eine Leistung, die bei den Verantwortlichen offenbar auf wenig Gegenliebe stößt. Zwar wurde Riera für das Auswärtsspiel in Dortmund noch mit nach Dortmund reisen dürfen – eine Entscheidung, die Sport-Vorstand Markus Krösche (45) traf, da es an internen Alternativen fehlte – doch das Blatt scheint sich nun gewendet zu haben. Die Leistung gegen den BVB, trotz einiger Lichtblicke wie dem überraschenden Einsatz von Mario Götze (33), konnte den negativen Trend nicht stoppen.

Was niemand so offen thematisiert: Riera wirkte in Dortmund mit seinen Aussagen, die er in der Pressekonferenz deutlich machte – „Ich gebe mein Bestes. Ich will gewinnen. Mit einem großen Verlangen. Aber manchmal braucht es mehr“ – verunsichert. Die Wortwahl und die Art und Weise, wie er mit der Situation umging, hinterließen keinen positiven Eindruck. Seine öffentlichen Auftritte insgesamt wirkten wenig souverän und schadeten dem Image des Vereins.

Meier und fießer: wer übernimmt das ruder?

Meier und fießer: wer übernimmt das ruder?

Sollte Riera tatsächlich schon vor dem Saisonfinale gehen müssen, stehen bereits zwei Namen in der Verlosung: Klublegende Alex Meier (44), aktuell Trainer der U19, und Co-Trainer Jan Fießer (39). Beide kennen den Verein in- und auswendig und könnten kurzfristig für Stabilität sorgen. Die Entscheidung dürfte jedoch von Krösche und dem Vorstand getroffen werden, während bereits hinter den Kulissen die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger aufgenommen wurde – und hierbei kursieren Gerüchte um einen möglichen Rückkehrer: Adi Hütter.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob dieser vermeintliche Hütter-Poker lediglich ein Ablenkungsmanöver ist oder ob tatsächlich ernsthaft an einer Verpflichtung des ehemaligen Frankfurter Trainers gearbeitet wird. Die Summe der Fakten ist klar: Die Eintracht befindet sich in einer sportlichen und personellen Krise, die schnelles Handeln erfordert. Ein vorzeitiger Riera-Abgang wäre zwar riskant, könnte aber langfristig die beste Lösung sein, um den Verein wieder auf Kurs zu bringen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein.